Solidarität mit der jungen Welt!

Gepostet am Dezember 2018 Mannheim

Solidarität mit der jungen Welt!
Der Umgang der Deutschen Post AG mit der linken Tageszeitung zeigt einmal mehr, welche Gefahren Privatisierung birgt. Um das Ziel von 13,7 Millionen Euro täglichen operativen Gewinns zu verwirklichen, werden Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Qualität der Dienstleistungen beschnitten – bei erhöhten Preisen versteht sich.
Privatisierung führt also ein weiteres Mal nicht zu „wirtschaftlicherem Arbeiten“ oder einer besseren Umsetzung des Versorgungsauftrags sondern allein dazu, dass der betroffene Bereich der Profitmaximierung unterworfen wird.
Besonders dadurch benachteiligt ist nun ein Medium, das genau gegen diese immer wieder Stellung bezieht. Die Deutsche Post erhöht die Zustellungspreise für die junge Welt um 28,5% statt der vereinbarten 2,8%. Die Zusammenfassung der bisher acht Gewichtsstufen bis 100 Gramm in der neuen Preislistenstruktur benachteiligt besonders kleine Kunden. Dies ist nichts anderes als ein Angriff auf die Pressefreiheit!

Wir solidarisieren uns mit der jungen Welt und legen allen, die noch nicht im Besitz eines solchen sind, ein Abo derselbigen wärmstens ans Herz!

In jenen Novembertagen des Jahres 1918 erhoben sich in Deutschland die Volksmassen gegen die imperialistischen Eliten und gegen das Elend, welches diese Kriegstreiber über das Volk gebracht hatten. Kriegsmüde Matrosen und Soldaten erzwangen gemeinsam mit hungernden Arbeitern den Rücktritt des Kaisers und die Gründung der Republik. Der Versuch einer sozialistischen Revolution wurde blutig erstickt. Wir blicken zurück auf Hintergründe, Verlauf und Folgen der Novemberrevolution und diskutieren ihre Bedeutung für die heutige Zeit.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag (20.11.2018) um 20 Uhr im Club Voltaire.

Unsere Veranstaltung findest du übrigens auch bei Facebook!

Zum Anlass des 200. Geburtstag von Karl Marx und zum 50. Geburtstag der SDAJ, wurde eine Einführung in den Marxismus im PapyRossa

Verlag herausgegeben. Das Buch „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“ soll dazu anregen, sich selbst ein Bild von der Welt zu machen und sich tiefer mit den Erkenntnissen von Marx auseinanderzusetzen.

Einer der beiden Herausgeber, Paul Rodermund, stellt vor:
Eine Welt zu gewinnen – Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun können.
Mit einem Vorwort von Dietmar Dath.
PapyRossa Verlag, Neue Kleine Bibliothek 259, ca. 220 Seiten

Schaut vorbei am 4. Dezember 2018 im Jugendkulturzentrum forum Mannheim von 19:00 bis ca. 21:00 Uhr!

Unsere Veranstaltung findest du übrigens auch bei Facebook!

Karl Marx – alt, bärtig und rechthaberisch. Aber was ist dran am Marxismus? und vor allem: Ist er immer noch aktuell?
Die SDAJ hat dazu ein Video herausgebracht. Schaut es euch doch mal an!

Schülerinnen und Schüler der Seewiesenschule in Esslingen haben sich über das „Offene SchüliTreffen Stuttgart & Region“ organisiert!

Unterstützt durch die SDAJ Stuttgart wurde eine Kampagne an der Schule durchgeführt.
Flyer und Plakate machten auf einen „Vertrag“ aufmerksam, der die Schülerinnen und Schüler zum Renovieren ihres Klassenraums in der Freizeit zwingen sollte. Auch wurden, laut einigen Schülern, die Klassen gedrängt, diesen Vertrag „freiwillig“ zu unterschreiben.
Der Flyer des „Offenen SchüliTreffens Stuttgart & Region“ forderte die Schülerinnen und Schüler dazu auf, nicht zu unterschreiben und sich nicht dazu drängen zu lassen.
Damit wurden viele Personen erreicht, die nun auch im „Offenen SchüliTreffen Stuttgart & Region“ aktiv geworden sind.
Der Vertrag wurde kurz nach der Kampagne durch die Schulleitung zurückgenommen.
Somit wurde dieser Vertrag durch organisierte Schülerinnen und Schüler verhindert!

Allgemein:

Vom 5. bis 11. November veröffentlichten wir täglich um 19:18 Uhr auf unserer Facebook-Seite einen Beitrag zur Novemberrevolution aus Stuttgart. Hier haben wir alle Beiträge nochmals zusammengefasst:

TAG 1/7:

Am 05. November 1918 erscheint in Stuttgart „Die Rote Fahne“.
Sie ist das „Mitteilungsblatt des Stuttgarter Arbeiter- und Soldatenrates“.
In der ersten Ausgabe werden folgende Forderungen der Räte veröffentlicht:

1. Sofortiger Waffenstillstand und Abschluß des Friedens durch den Arbeiter- und Soldatenrat.
2. Abdankung aller Dynastien, einschließlich Wilhelm II. von Württemberg.
3. Auflösung des Landtags und des Reichstags. Die Regierung übernehmen sofort zu wählende Delegierte der Arbeiter, Soldaten, Kleinbauern und der Landarbeiter.
4. Sofortige und vollständige Aufhebung des Belagerungszustandes. Aufhebung jeder Zensur, volle Preßfreiheit; Aufhebung des Hilfsdienstgesetzes.
5. Sofortige Freilassung aller politisch Inhaftierten und aller Militärgefangener ohne Ausnahme in Württemberg und im Reich.
6. Banken und Industrien sind zugunsten des Proletariats zu enteignen.
7. Annullierung der Kriegsanleihen von 1000 Mark aufwärts.
8. 7stündige Arbeitszeit; Festsetzung von Mindestlöhnen durch die Arbeiterausschüsse. Gleiche Löhne für männliche und weibliche Arbeiter.
9. Streiktage sind voll zu bezahlen.
10. Durchgreifende Umgestaltung des Heerwesens, nämlich
a) Verleihung des Vereins und Versammlungsrechts an die Soldaten in dienstlichen und außerdienstlichen Angelegenheiten;
b) Aufhebung des Disziplinarstrafrechts der Vorgesetzten; die Disziplin wird durch Soldatendelegierte aufrechterhalten;
c) Abschaffung der Kriegsgerichte;
d) Entfernung von Vorgesetzten auf Mehrheitsbeschluß der ihnen Untergebenen hin;
11. Abschaffung der Todesstrafe und der Zuchthausstrafe für politische und militärische Vergehen.
12. Übergabe der Lebensmittelverteilung an Vertrauensleute der Arbeiter.“

TAG 2/7:

Herbst 1918: Das Desaster des imperialistischen Weltkriegs zeichnet sich immer mehr ab. Millionen Soldaten sterben sinnlos an der Front. Das der Krieg nicht mehr gewonnen werden kann ist allen klar. Als dann noch Ende Oktober eine Flotte von Kiel aus zur „Entscheidungsschlacht“ auslaufen soll kommt es zu Meutereien und zu dem bekannten „Kieler Matrosenaufstand“. Überall im Reich kommt es zu Massendemonstrationen.

Stuttgart ist zu dieser Zeit tief „Rot“ trotz Monarchie. Ein Beispiel hierfür ist der in der Liederhalle stattfindende „Internationale Sozialistenkongress“ 1907.

In Stuttgart bilden sich Arbeiterräte in den großen Betrieben wie Daimler und Bosch. Soldatenräte in den Kasernen und auf dem Land werden Bauernräte gegründet. Die Räte werden immer stärker. Im Anhang findet ihr einen Aufruf zur Gründung solcher Räte aus damaliger Zeit und deren Aufbau.

TAG 3/7:

Clara Zetkin, eine Größe der Novemberrevolution und der KPD, lebte von 1891 bis 1925 in Stuttgart. Im sächsischen Wiederau geboren und unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hatte sie ab 1874 Kontakt zur Arbeiterbewegung.
Sie stellte sich gegen die imperialistische Kriegspolitik der SPD zu beginn des ersten Weltkriegs und schloss sich der USPD an. Während der Novemberrevolution war sie im Spartakusbund aktiv und spielte zusammen mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg eine bdeutende Rolle im Geschehen von 1918-1919. Außerdem leistet sie einen großen Beitrag für die Frauenbewegung und die sozialistische Erziehung.

In Stuttgart wohnte sie zunächst in der Rotebühlstraße, danach zog sie in die Blumenstraße und letztendlich wohnte sie ab 1904 in einem eigenen Haus in Sillenbuch. Heute ist dort das Waldheim Sillenbuch das den Namen „Clara Zetkin Haus“ trägt. Dort macht auch immer mal wieder gerne die DKP Stuttgart eine Veranstaltung.

Auf den Bildern seht ihr heute Clara Zetkin (links) und das „Clara Zetkin Haus“ (rechts).

TAG 4/7:

Angesichts des langandauernden Kriegs, des damit verbundenen Hungers und Elends der Bevölkerung setzte sich im gesamten Deutschland ein revolutionärer Elan frei, was zur Novemberrevolution 1918/1919 führte.
Der Elan, der natürlich auch auf Stuttgart überging, zeigte sich in Massenversammlungen und dem Versuch soziale und politische Verbesserungen zu erkämpfen bzw. vor Angriffen seitens der SPD, die damit offensichtlich die Seite der Barrikade gewechselt hatten, zu verteidigen. In Stuttgart kam es zu Massendemonstrationen, Auseinandersetzungen zwischen Polizei und DemonstrantInnen und schließlich zu einem Aufstandsversuch Anfang 1919, der die korrumpierte Regierung der SPD stürzen sollte.

Tausende von Menschen folgten den zahlreichen Aufrufen sich am Ostendplatz zu treffen und gemeinsam in die Stadt zu ziehen, um sich dort mit anderen Demonstrationszügen zu treffen.

Im Auftrag der herrschenden SPD schlug die Polizei die Versammlungen blutig nieder und einige Menschen starben. Im Januar 1919 starb während den Auseinandersetzungen bei einem Aufstandsversuch der 17-jährige Kommunist Karl Fetzer. Er wurde bei einer großen Beerdigung auf dem Bergfriedhof beigesetzt.

In den nächsten Jahren verbreitete sich das Elend und die Not der Bevölkerung enorm: Arbeitslose mussten durch die Straßen wandern und um Brot oder Geld betteln und Hunger war an der Tagesordnung der meisten Arbeiterfamilien. Dies führte zu zahlreichen Auseinandersetzungen, die oftmals mit harter Repression begenet wurden. So kam es 1923 zu großangelegte Razzien v.a. gegen Mitglieder der KPD.

Der Stuttgarter Osten blieb dabei immer ein Treffpunkt für verschiedene Widerstandsgruppen Bald gab es eine Sektion des Rot Front Kämpferbundes und es gründeten sich die Schwarzen Rebellen, die militant gegen faschistische Kräfte vorgingen und den Selbstschutz der arbeitenden Klasse organisierten.

Ein wichtiger Treffpunkt des Widerstands im Osten war das Gasthaus „Volksgarten“ direkt am Ostendplatz. Der Volksgarten diente sowohl als sozialer, als auch als politischer Treffpunkt. So trafen dort sich viele Arbeiter und Arbeiterinnen, um zu diskutieren, aber oft wurde der Volksgarten selbst zum Schauplatz von Auseinandersetzungen.

Dieser Beitrag stammt von unseren Genossinen und Genossen von „Zusammen Kämpfen Stuttgart“: http://zkstuttgart.blogsport.de/…/stuttgart-ost-ein-vierte…/

Auf dem Bild könnt ihr Stuttgart Ostheim erkennen. Dies war ein Wohnungsbauprojekt und eine Arbeitersiedlung im Stuttgarter Osten.

TAG 5/7:

Am 09. November 1918 kommt es in Stuttgart zu einer Kundgebung auf dem Schlossplatz mit anschließender Demonstration .Als diese am Wilhelmspalais am Charlottenplatz (Wohnsitz des damaligen württembergischen Königs) vorbeigehen löst sich eine kleine Gruppe aus der Demo welche von einem „demokratischem“ Beobachter als „„junges, unreifes Volk, Burschen und vor allem auch Mädchen von 15 und 16 Jahren“ beschreiben wird.

 

Diese konnten den Zaun des Wilhelmspalais überklettern und die Wachen (da es keine Gegenwehr gab) schnell entwaffnen. Die Wachen des benachbarten Waisenhauses griffen auch nicht ein.
So können diese in das Wilhelmspalais eindringen und die Rote Fahne auf dem Dach hissen. Der König muss daraufhin abdanken.

Erklärung zu den Bildern:
1. Bild (oben links): Demonstration in der Eberhardstraße. (Fun Fact: In der Straße (Hausnummer 53) befindet sich übrigens auch Hegels Geburtshaus)
2. Bild (oben rechts): Sturm auf das Wilhelmspalais (Zeichnung)
3. Bild (unten rechts): Versammlung vor dem Rathaus
4. Bild (unten links): Sturm auf das Wilhelmspalais (Zeichnung)

TAG 6/7:

Vom 4. – 12. Januar 1919 kommt es zu einem Putschversuch der Spartakisten. In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 1919 bezieht die Armee den Gefechtsstand im Bahnhofsturm. Von dort aus können sie mit Maschinengewehren die ganze Königstraße bis zum Wilhelmsbau unter Beschuss nehmen. Es gibt Tote und Verletzte.

3. April 1919: Während des Generalstreiks lagen zwischen Gaisburg und Wangen ca. 400 Spartakisten, die sich dort mit Maschinengewehren verschanzt haben. Die Regierung setzte Geschütze gegen die Aufständischen ein, ließ den „Hirsch“ in Untertürkheim („von 120 Bewaffneten gesäubert“), das besetzte Artillerie-Wagenhaus sowie das Waldheim Wangen stürmen. Dabei wurden mindestens 14 Aufständische getötet sowie 41 Personen verletzt.

Auf dem Bild könnt ihr den Bahnhofsturm von damals (um 1920) sehen.

TAG 7/7:

Am 31. März 1919 beginnt ein Generalstreik in Stuttgart. Diesem Streik schließen sich Arbeiter in Esslingen, Feuerbach, Friedrichshafen, Gmünd, Göppingen, Kirchheim, Ludwigsburg, Nürtingen, Ravensburg, Sindelfingen, Vaihingen, Waiblingen und Zuffenhausen an. Die Arbeiter versammeln sich (trotz Demonstrationsverbot) in Stuttgart. Der Generalstreik endet am 10. April.

Auf wessen Seite die SPD im Generalstreik stand, könnt ihr auf dem angehängten Beitrag (Bild) sehen. Dieser Beitrag stammt aus der Oberschwäbischen Volkszeitung vom 2. April 1919.

Unabhängige Bildung? – Der Einfluss von Unternehmen auf unseren UnterrichtWer sich damit beschäftigt, an welchen Stellen Unternehmen direkt oder indirekt Einfluss auf den Schulunterricht in Deutschland nehmen, merkt schnell, dass die eigentliche Frage lautet: „Wo nicht?“. Vielfältiger als die Ziele des Lobbyismus an Schulen sind nur die eingesetzten Methoden: Der Schul-Lobbyismus hat sich seit den 90er-Jahren stetig weiterentwickelt und ist heute ein regelrechter Profisport.

DIE ZIELE DER UNTERNEHMEN
Gegen eine geringe Spende an den Förderverein einer Grundschule sangen Zweitklässler in einer REWE-Filiale im Dezember 2017 ein Loblied auf die Supermarktkette. Was sich lächerlich anhört, steht beispielhaft für eine gängige Werbepraxis. Durch Spenden oder die Organisation von Wettbewerben werben Sparkassen, Supermärkte oder die lokale Bäckereikette für ein möglichst positives Image. Doch nicht immer kommt die Einflussnahme so plump daher. Die Ziele von Lobbyismus an Schulen lassen sich grob kategorisieren: Direkte Werbung für Produkte oder Unternehmen, Beeinflussung von Unterrichtsinhalten, Anpassung des Schulsystems an unternehmerische Bedürfnisse. Dabei hat vor allem der Einfluss von Unternehmen auf Unterrichtsinhalte und die Gestaltung des Schulsystems mittlerweile beängstigende Ausmaße angenommen.

DIE METHODEN UND AKTEURE
Die wohl wichtigsten Methoden zur Beeinflussung von Unterrichtsinhalten sind die Bereitstellung kostenloser Unterrichtsmaterialien und das Anbieten von Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte. Von den 30 DAX-Unternehmen stellen knapp 75% direkt oder über Stiftungen bzw. Dachverbände Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Diese Materialien sind in der Regel modern gestaltet, didaktisch hochwertig und „ready to use“. Gerade in Zeiten von chronisch unterfinanzierten Schulen (Stichwort Schuldenbremse) und Lehrkräftemangel, sind diese kostenlosen Materialien für überarbeitete LehrerInnen äußerst attraktiv. Ein Schelm, wer bei von der deutschen Autoindustrie erstellte Materialien zum Thema Nachhaltigkeit oder bei vom Lebensmittelhersteller Roché finanzierten Materialien zu gesunder Ernährung und Diabetes eine verfälschte Darstellung der zu vermittelnden Inhalte vermutet. Dabei verbergen sich die Unternehmen meist hinter (oft eigens für diesen Zweck geschaffenen) Stiftungen mit wohlklingenden Namen wie „Stiftung Lesen“ oder „Institut für ökonomische Bildung“.

INTERESSEN HINTERFRAGEN
Auch die Digitalisierung der Klassenzimmer wird von Unternehmen missbraucht. Denn bei einer flächendeckenden Umrüsten schlummern hier jährlich ca. drei Milliarden Euro Umsätze durch Hardware-Einkäufe. Und auch Programme für den Einsatz im Unterricht werden von Firmen wie Apple und Microsoft genutzt, um die Lehrkräfte zu abhängigen Werbefiguren zu machen. Die zahlreichen Arten der Einflussnahme durch Unternehmen, v.a. ihre subtileren Methoden, lassen sich hier nicht mal ansatzweise darstellen. In jedem Fall lohnt sich ein Blick ins Impressum Eurer Unterrichtsmaterialien: Wer hat die Materialien erstellt? Wer oder was verbirgt sich dahinter? Welches Interesse verfolgen die Ersteller damit? Allein, solche Fragen im Unterricht aufzuwerfen, sorgt bei dem Einen oder der Anderen vielleicht schon für ein Aha-Erlebnis.

[Leon, Hamburg]

Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position@sdaj.org

Am 10.11.2018 wollen wir gemeinsam einen „Linken Stadtrundgang“ machen.
Wir starten um 17 Uhr vor dem „Stadtteilzentrum Gasparitsch“ in der Rotenbergstraße 125 in Stuttgart.
Gemeinsam wollen wir uns die revolutionäre Geschichte in Stuttgart anschauen und uns verschiedene Orte zum Thema Novemberrevolution, Antifaschismus und aktuelles ansehen.
Wenn auch ihr mitkommen wollt schaut doch einfach vorbei!

Weitere Infos und Link zur Facebookveranstaltung: www.facebook.com/events/342911516274988/

Übrigens: Vom 5. Oktober – 11. November erwarten euch eine Woche lang täglich um 19:18 Uhr eine kleine Geschichte zur Novemberrevolution aus Stuttgart auf unserer Webseite und auf Facebook!

Am 9. November 1938 brannte auch die Synagoge in Cannstatt. Gut organisierte Nazi-Trupps überfielen jüdische Geschäfte, drangen in Wohnungen ein, terrorisierten und verschleppten jüdische Bürger. Die Reichspogromnacht war der Vorbote des Holocaust, des rassistischen Völkermordes an sechs Millionen Juden.

Die Synagoge in Bad Cannstatt wurde vom Leiter der Brandwache, zwei Feuerwehrleuten und einigen Nazis angezündet. Fast alle männlichen Stuttgarter Juden zwischen 18 und 65 Jahren wurden verhaftet und kamen ins Gestapo-Gefängnis Welzheim, aber auch ins KZ Dachau.

Die Synagoge in Cannstatt stand in der König-Karl-Straße 51 in der Nähe des Wilhelmplatzes und brannte in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 vollständig aus.

Am 9. November wollen wir uns um 18 Uhr zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht bei der ehem. Synagoge in Cannstatt (König-Karl-Str. 45/47) an einer Gedenkveranstaltung beteiligen.

Weitere Infos findet ihr hier: https://pogromnachtcannstatt.wordpress.com/eine-seite/

SDAJ AG Schüli gegründet!

Gepostet am September 2018 AG Schüli Stuttgart

Wir sind die Schüli AG der SDAJ Stuttgart!
Wir sind Schülerinnen und Schüler in der SDAJ Stuttgart, welche an den Verhältnissen etwas verändern möchten und wir fangen damit an unseren Schulen an!

Während ca. 57 Mrd. Euro in das Militär zum Krieg führen gesteckt werden sollen, verrotten unsere Schulen vor sich hin! Der Putz fällt von den Wänden, die Klassen sind zu groß und unsere Hausaufgaben werden immer mehr. Über die Schultoiletten brauchen wir gar nicht zu sprechen. Alleine von dem Geld für das Militär könnte man jährlich 2 457 neue Schulgebäude bauen oder für alle Schülerinnen und Schüler Bus und Bahn kostenlos machen!

Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu organisieren um gemeinsam gegen die Missstände an den Schulen und für unsere Interessen zu kämpfen. Unsere Feinde sind dabei jedoch nicht die Lehrerinnen und Lehrer, sondern die Banken und Konzerne.
Die Lehrerinnen und Lehrer sind auch nur Teil der Leute, die in diesem System ausgebeutet werden.
Wir versuchen im ganz gegenteil mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammenzuarbeiten, um etwas gegen diese Verhältnisse zu unternehmen!

Während es in der kapitalistischen Gesellschaft eine große Masse an Menschen gibt, welche keine Unternehmen besitzen und deshalb ihre Arbeitskraft verkaufen müssen gibt es auf der anderen Seite eine kleine herrschende Schicht, welche die großen Konzerne und Banken besitzt.
Um das aufrechtzuerhalten wird der großen Masse an Menschen in der Schule nur das wichtigste für den späteren Job beigebracht und nicht mehr.
Dies führt zu allem zu eins: Selektion und Leistungsdruck!

Deshalb reicht es nicht nur für einzelne Verbesserungen zu kämpfen, sondern wir müssen auch unsere derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnisse kritisch hinterfragen. Wir sind gegen die Selektion, gegen den zunehmenden Einfluss von Banken und Konzernen auf unsere Unterrichtsmaterialien und gegen Kürzungen im Bildungsbereich.
Klar haben die Banken und Konzerne kein Interesse an einer guten Bildung für alle und genau deshalb müssen wir gemeinsam und organisiert für unsere Interessen kämpfen!
Uns ist klar das unsere Forderung nach einem anderen Bildungssystem nicht im Kapitalismus (dem derzeitigen Wirtschaftssystem) durchsetzen können, sondern erst in einer sozialistischen Gesellschaft, welche sich an unseren Bedürfnissen und Interessen orientiert.

Du willst mehr über unsere Standpunkte wissen?
Dann schau doch mal hier oder schau dir unser aktuelles Kampagnenvideo an!

Du willst mitmachen?
Dann schreib uns an unter stuttgart@sdaj.org!