Revolutionäre Geschichte ist Stuttgart?! Ja das gibts!
Die AG Arbeitergeschichte und Kultur arbeitet gerade an einer Karte zum Thema „Revolutionäre Geschichte in Stuttgart und Region“.

Wenn du uns weiterhelfen möchtest, was interessantes weißt oder einfach nur mitarbeiten möchtest schreib uns unter: stuttgart@sdaj.org!

Die Karte findest du hier: https://goo.gl/mHzw77

100 Jahre nach der Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs führt die Bundesregierung immer noch Krieg um die eigene Stellung, im Konkurrenzkampf mit den anderen Kapitalstaaten um Macht und Geld zu verbessern.Ausgaben für Sozialleistungen, Schulen und Krankenhäuser sinken, der Militärhaushalt wird hingegen jährlich aufgestockt. Das alles passiert in einer Zeit, in der es Faschist*innen erlaubt ist Hitlergrüße zu zeigen und Andersaussehende zu jagen und zu verprügeln, wie es 2018 in Chemnitz passiert ist. Doch anstatt gegen rechtes Gedankengut vorzugehen, sollen Polizeigesetze mit dem vorgeschobenen Grund der Terrorismusbekämpfung den Widerstand unterbinden und die Bevölkerung mundtot gemacht werden. Beispiele wie die Aggressionen der Polizei während des G20 Gipfels in Hamburg oder das Vorgehen gegen die Demonstrant*innen im Hambacher Forst zeigen, wie unerwünscht der Protest gegen Repression, Polizeistaat und das Machtstreben der Politik ist. Kommt euch irgendwie bekannt vor?Die brutale Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts erfolgte aus ähnlichen Gründen. Weil sie nämlich, genau wie wir heute, für eine friedliche, gerechtere Welt kämpften, den Widerstand auf die Straße trugen und sich gegen die damaligen Machthaber stellten. Kapitalismus, damals wie heute, bedeutet über kurz oder lang Krieg. Nur eine Gesellschaft, in der nicht nach Profitstreben, sondern für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird, kann es dauerhaften Frieden geben!

Gedenken an Rosa und Karl bedeutet daher auch heute noch für uns, in unserem Alltag gegen die Angriffe der Reichen und Mächtigen zu kämpfen und dabei Mitstreiter*innen für den Kampf für die sozialistische Gesellschaft zu gewinnen.

Die Rosa-Luxemburg Konferenz findet am Samstag im Mercure Hotel MOA Berlin, Stephanstraße 41, 10559 Berlin, statt.
Hier siehst du, was dir im rahmen unseres Jugendprogramms geboten wird. Das gesamte Konferenzprogramm findest du auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Konferenz.

 


Es wird aus allen Regionen eine gemeinsame Anreise organisiert.
Meldet euch dafür bei eurer Gruppe vor Ort.

 

Die Demo zum 100. Jahrestag der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts findet unter dem Motto ,,trotz alledem’’ Statt. Die Traditionelle Demo beginnt auch dieses Jahr wieder Am Sonntag um 10 Uhr. Gemeinsam mit Bündnispartnern rufen wir zu unserem Jugendblock auf. Wir treffen uns am Frankfurter Tor um 09.30 Uhr am Sonntag (13.01.).

 

Um den Samstag abzurunden organisieren wir in Berlin eine Party mit allem was dazu gehört.
Wir achten auf günstige Preise und einen politischen Programmpunkt.

weitere Infos findest du unter: www.sdaj.org/lll-wochenende-2019

Heute wollte die AfD in Stuttgart mal wieder eine „Demo“ veranstalten. Dank starken Antifaschistischen Protesten ist ihnen das jedoch nicht gelungen. Den knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der AfD „Demo“, standen knapp 600 Antifaschistinnen und Antifaschisten im Weg. Da half ihnen die SSB (Stuttgart Straßenbahnen AG) doch direkt (mal wieder) aus der Klemme und stellte ihnen einen Bus zur Verfügung. Um dem Bus dann noch freies Geleit zu gewähren, prügelte die Polizei auf viele Personen ein. Dabei wurden einige Personen verletzt.

Die SDAJ Stuttgart solidarisiert sich mit allen Festgenommenen oder Verletzten Antifaschistinnen und Antifaschisten!

**Solidarität mit den Besetzer*innen des Kupferbaus**

Die SDAJ Tübingen unterstützt die Forderungen der Besetzer*innen des Kupferbaus.

Forschung im Interesse von Konzernen, Polizei, Militär und Abschiebebehörden wie Frontex, wie sie im geplanten Cyber-Valley stattfinden würde, lehnen wir ab. Wir treten für eine Bildung und Forschung ein die umfassend öffentlich finanziert ist und sich an den Bedürfnissen der Menschen statt am Profit orientiert – denn Bildung ist keine Ware, sondern unser Recht.

Intensität und Tempo vieler Studiengänge wurden durch die Bologna Reformen deutlich erhöht. Zeit und Energie sich neben dem Studium im engeren Sinne weiterzubilden und kritisches Denken zu entwickeln bleiben nicht – gerade dann, wenn hohe Mieten und zu geringe Bafög-Sätze zur Annahme einer Arbeit neben dem Studium zwingen. Individualisierung und Ellenbogenmentalität nehmen auch unter den Studierenden zu.

Die Besetzung des Kupferbaus ist für uns ein Beispiel, dass es auch anders geht. Nur gemeinsam können wir uns wehren. Wir wünschen den Besetzer*innen viel Erfolg bei ihrer Aktion und hoffen, dass sie am Anfang einer breiten Widerstandsbewegung gegen den Zustand unseres Bildungssystems und gegen dessen Grundlage – das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem – steht.

Aktuelle Infos zur Besetzung findet ihr hier: https://www.blochuni.org/Kupferbau/

Solidarität mit der jungen Welt!

Gepostet am Dezember 2018 Mannheim

Solidarität mit der jungen Welt!
Der Umgang der Deutschen Post AG mit der linken Tageszeitung zeigt einmal mehr, welche Gefahren Privatisierung birgt. Um das Ziel von 13,7 Millionen Euro täglichen operativen Gewinns zu verwirklichen, werden Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Qualität der Dienstleistungen beschnitten – bei erhöhten Preisen versteht sich.
Privatisierung führt also ein weiteres Mal nicht zu „wirtschaftlicherem Arbeiten“ oder einer besseren Umsetzung des Versorgungsauftrags sondern allein dazu, dass der betroffene Bereich der Profitmaximierung unterworfen wird.
Besonders dadurch benachteiligt ist nun ein Medium, das genau gegen diese immer wieder Stellung bezieht. Die Deutsche Post erhöht die Zustellungspreise für die junge Welt um 28,5% statt der vereinbarten 2,8%. Die Zusammenfassung der bisher acht Gewichtsstufen bis 100 Gramm in der neuen Preislistenstruktur benachteiligt besonders kleine Kunden. Dies ist nichts anderes als ein Angriff auf die Pressefreiheit!

Wir solidarisieren uns mit der jungen Welt und legen allen, die noch nicht im Besitz eines solchen sind, ein Abo derselbigen wärmstens ans Herz!

In jenen Novembertagen des Jahres 1918 erhoben sich in Deutschland die Volksmassen gegen die imperialistischen Eliten und gegen das Elend, welches diese Kriegstreiber über das Volk gebracht hatten. Kriegsmüde Matrosen und Soldaten erzwangen gemeinsam mit hungernden Arbeitern den Rücktritt des Kaisers und die Gründung der Republik. Der Versuch einer sozialistischen Revolution wurde blutig erstickt. Wir blicken zurück auf Hintergründe, Verlauf und Folgen der Novemberrevolution und diskutieren ihre Bedeutung für die heutige Zeit.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag (20.11.2018) um 20 Uhr im Club Voltaire.

Unsere Veranstaltung findest du übrigens auch bei Facebook!

Zum Anlass des 200. Geburtstag von Karl Marx und zum 50. Geburtstag der SDAJ, wurde eine Einführung in den Marxismus im PapyRossa

Verlag herausgegeben. Das Buch „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“ soll dazu anregen, sich selbst ein Bild von der Welt zu machen und sich tiefer mit den Erkenntnissen von Marx auseinanderzusetzen.

Einer der beiden Herausgeber, Paul Rodermund, stellt vor:
Eine Welt zu gewinnen – Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun können.
Mit einem Vorwort von Dietmar Dath.
PapyRossa Verlag, Neue Kleine Bibliothek 259, ca. 220 Seiten

Schaut vorbei am 4. Dezember 2018 im Jugendkulturzentrum forum Mannheim von 19:00 bis ca. 21:00 Uhr!

Unsere Veranstaltung findest du übrigens auch bei Facebook!

Karl Marx – alt, bärtig und rechthaberisch. Aber was ist dran am Marxismus? und vor allem: Ist er immer noch aktuell?
Die SDAJ hat dazu ein Video herausgebracht. Schaut es euch doch mal an!

Schülerinnen und Schüler der Seewiesenschule in Esslingen haben sich über das „Offene SchüliTreffen Stuttgart & Region“ organisiert!

Unterstützt durch die SDAJ Stuttgart wurde eine Kampagne an der Schule durchgeführt.
Flyer und Plakate machten auf einen „Vertrag“ aufmerksam, der die Schülerinnen und Schüler zum Renovieren ihres Klassenraums in der Freizeit zwingen sollte. Auch wurden, laut einigen Schülern, die Klassen gedrängt, diesen Vertrag „freiwillig“ zu unterschreiben.
Der Flyer des „Offenen SchüliTreffens Stuttgart & Region“ forderte die Schülerinnen und Schüler dazu auf, nicht zu unterschreiben und sich nicht dazu drängen zu lassen.
Damit wurden viele Personen erreicht, die nun auch im „Offenen SchüliTreffen Stuttgart & Region“ aktiv geworden sind.
Der Vertrag wurde kurz nach der Kampagne durch die Schulleitung zurückgenommen.
Somit wurde dieser Vertrag durch organisierte Schülerinnen und Schüler verhindert!

Allgemein:

Vom 5. bis 11. November veröffentlichten wir täglich um 19:18 Uhr auf unserer Facebook-Seite einen Beitrag zur Novemberrevolution aus Stuttgart. Hier haben wir alle Beiträge nochmals zusammengefasst:

TAG 1/7:

Am 05. November 1918 erscheint in Stuttgart „Die Rote Fahne“.
Sie ist das „Mitteilungsblatt des Stuttgarter Arbeiter- und Soldatenrates“.
In der ersten Ausgabe werden folgende Forderungen der Räte veröffentlicht:

1. Sofortiger Waffenstillstand und Abschluß des Friedens durch den Arbeiter- und Soldatenrat.
2. Abdankung aller Dynastien, einschließlich Wilhelm II. von Württemberg.
3. Auflösung des Landtags und des Reichstags. Die Regierung übernehmen sofort zu wählende Delegierte der Arbeiter, Soldaten, Kleinbauern und der Landarbeiter.
4. Sofortige und vollständige Aufhebung des Belagerungszustandes. Aufhebung jeder Zensur, volle Preßfreiheit; Aufhebung des Hilfsdienstgesetzes.
5. Sofortige Freilassung aller politisch Inhaftierten und aller Militärgefangener ohne Ausnahme in Württemberg und im Reich.
6. Banken und Industrien sind zugunsten des Proletariats zu enteignen.
7. Annullierung der Kriegsanleihen von 1000 Mark aufwärts.
8. 7stündige Arbeitszeit; Festsetzung von Mindestlöhnen durch die Arbeiterausschüsse. Gleiche Löhne für männliche und weibliche Arbeiter.
9. Streiktage sind voll zu bezahlen.
10. Durchgreifende Umgestaltung des Heerwesens, nämlich
a) Verleihung des Vereins und Versammlungsrechts an die Soldaten in dienstlichen und außerdienstlichen Angelegenheiten;
b) Aufhebung des Disziplinarstrafrechts der Vorgesetzten; die Disziplin wird durch Soldatendelegierte aufrechterhalten;
c) Abschaffung der Kriegsgerichte;
d) Entfernung von Vorgesetzten auf Mehrheitsbeschluß der ihnen Untergebenen hin;
11. Abschaffung der Todesstrafe und der Zuchthausstrafe für politische und militärische Vergehen.
12. Übergabe der Lebensmittelverteilung an Vertrauensleute der Arbeiter.“

TAG 2/7:

Herbst 1918: Das Desaster des imperialistischen Weltkriegs zeichnet sich immer mehr ab. Millionen Soldaten sterben sinnlos an der Front. Das der Krieg nicht mehr gewonnen werden kann ist allen klar. Als dann noch Ende Oktober eine Flotte von Kiel aus zur „Entscheidungsschlacht“ auslaufen soll kommt es zu Meutereien und zu dem bekannten „Kieler Matrosenaufstand“. Überall im Reich kommt es zu Massendemonstrationen.

Stuttgart ist zu dieser Zeit tief „Rot“ trotz Monarchie. Ein Beispiel hierfür ist der in der Liederhalle stattfindende „Internationale Sozialistenkongress“ 1907.

In Stuttgart bilden sich Arbeiterräte in den großen Betrieben wie Daimler und Bosch. Soldatenräte in den Kasernen und auf dem Land werden Bauernräte gegründet. Die Räte werden immer stärker. Im Anhang findet ihr einen Aufruf zur Gründung solcher Räte aus damaliger Zeit und deren Aufbau.

TAG 3/7:

Clara Zetkin, eine Größe der Novemberrevolution und der KPD, lebte von 1891 bis 1925 in Stuttgart. Im sächsischen Wiederau geboren und unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hatte sie ab 1874 Kontakt zur Arbeiterbewegung.
Sie stellte sich gegen die imperialistische Kriegspolitik der SPD zu beginn des ersten Weltkriegs und schloss sich der USPD an. Während der Novemberrevolution war sie im Spartakusbund aktiv und spielte zusammen mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg eine bdeutende Rolle im Geschehen von 1918-1919. Außerdem leistet sie einen großen Beitrag für die Frauenbewegung und die sozialistische Erziehung.

In Stuttgart wohnte sie zunächst in der Rotebühlstraße, danach zog sie in die Blumenstraße und letztendlich wohnte sie ab 1904 in einem eigenen Haus in Sillenbuch. Heute ist dort das Waldheim Sillenbuch das den Namen „Clara Zetkin Haus“ trägt. Dort macht auch immer mal wieder gerne die DKP Stuttgart eine Veranstaltung.

Auf den Bildern seht ihr heute Clara Zetkin (links) und das „Clara Zetkin Haus“ (rechts).

TAG 4/7:

Angesichts des langandauernden Kriegs, des damit verbundenen Hungers und Elends der Bevölkerung setzte sich im gesamten Deutschland ein revolutionärer Elan frei, was zur Novemberrevolution 1918/1919 führte.
Der Elan, der natürlich auch auf Stuttgart überging, zeigte sich in Massenversammlungen und dem Versuch soziale und politische Verbesserungen zu erkämpfen bzw. vor Angriffen seitens der SPD, die damit offensichtlich die Seite der Barrikade gewechselt hatten, zu verteidigen. In Stuttgart kam es zu Massendemonstrationen, Auseinandersetzungen zwischen Polizei und DemonstrantInnen und schließlich zu einem Aufstandsversuch Anfang 1919, der die korrumpierte Regierung der SPD stürzen sollte.

Tausende von Menschen folgten den zahlreichen Aufrufen sich am Ostendplatz zu treffen und gemeinsam in die Stadt zu ziehen, um sich dort mit anderen Demonstrationszügen zu treffen.

Im Auftrag der herrschenden SPD schlug die Polizei die Versammlungen blutig nieder und einige Menschen starben. Im Januar 1919 starb während den Auseinandersetzungen bei einem Aufstandsversuch der 17-jährige Kommunist Karl Fetzer. Er wurde bei einer großen Beerdigung auf dem Bergfriedhof beigesetzt.

In den nächsten Jahren verbreitete sich das Elend und die Not der Bevölkerung enorm: Arbeitslose mussten durch die Straßen wandern und um Brot oder Geld betteln und Hunger war an der Tagesordnung der meisten Arbeiterfamilien. Dies führte zu zahlreichen Auseinandersetzungen, die oftmals mit harter Repression begenet wurden. So kam es 1923 zu großangelegte Razzien v.a. gegen Mitglieder der KPD.

Der Stuttgarter Osten blieb dabei immer ein Treffpunkt für verschiedene Widerstandsgruppen Bald gab es eine Sektion des Rot Front Kämpferbundes und es gründeten sich die Schwarzen Rebellen, die militant gegen faschistische Kräfte vorgingen und den Selbstschutz der arbeitenden Klasse organisierten.

Ein wichtiger Treffpunkt des Widerstands im Osten war das Gasthaus „Volksgarten“ direkt am Ostendplatz. Der Volksgarten diente sowohl als sozialer, als auch als politischer Treffpunkt. So trafen dort sich viele Arbeiter und Arbeiterinnen, um zu diskutieren, aber oft wurde der Volksgarten selbst zum Schauplatz von Auseinandersetzungen.

Dieser Beitrag stammt von unseren Genossinen und Genossen von „Zusammen Kämpfen Stuttgart“: http://zkstuttgart.blogsport.de/…/stuttgart-ost-ein-vierte…/

Auf dem Bild könnt ihr Stuttgart Ostheim erkennen. Dies war ein Wohnungsbauprojekt und eine Arbeitersiedlung im Stuttgarter Osten.

TAG 5/7:

Am 09. November 1918 kommt es in Stuttgart zu einer Kundgebung auf dem Schlossplatz mit anschließender Demonstration .Als diese am Wilhelmspalais am Charlottenplatz (Wohnsitz des damaligen württembergischen Königs) vorbeigehen löst sich eine kleine Gruppe aus der Demo welche von einem „demokratischem“ Beobachter als „„junges, unreifes Volk, Burschen und vor allem auch Mädchen von 15 und 16 Jahren“ beschreiben wird.

 

Diese konnten den Zaun des Wilhelmspalais überklettern und die Wachen (da es keine Gegenwehr gab) schnell entwaffnen. Die Wachen des benachbarten Waisenhauses griffen auch nicht ein.
So können diese in das Wilhelmspalais eindringen und die Rote Fahne auf dem Dach hissen. Der König muss daraufhin abdanken.

Erklärung zu den Bildern:
1. Bild (oben links): Demonstration in der Eberhardstraße. (Fun Fact: In der Straße (Hausnummer 53) befindet sich übrigens auch Hegels Geburtshaus)
2. Bild (oben rechts): Sturm auf das Wilhelmspalais (Zeichnung)
3. Bild (unten rechts): Versammlung vor dem Rathaus
4. Bild (unten links): Sturm auf das Wilhelmspalais (Zeichnung)

TAG 6/7:

Vom 4. – 12. Januar 1919 kommt es zu einem Putschversuch der Spartakisten. In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 1919 bezieht die Armee den Gefechtsstand im Bahnhofsturm. Von dort aus können sie mit Maschinengewehren die ganze Königstraße bis zum Wilhelmsbau unter Beschuss nehmen. Es gibt Tote und Verletzte.

3. April 1919: Während des Generalstreiks lagen zwischen Gaisburg und Wangen ca. 400 Spartakisten, die sich dort mit Maschinengewehren verschanzt haben. Die Regierung setzte Geschütze gegen die Aufständischen ein, ließ den „Hirsch“ in Untertürkheim („von 120 Bewaffneten gesäubert“), das besetzte Artillerie-Wagenhaus sowie das Waldheim Wangen stürmen. Dabei wurden mindestens 14 Aufständische getötet sowie 41 Personen verletzt.

Auf dem Bild könnt ihr den Bahnhofsturm von damals (um 1920) sehen.

TAG 7/7:

Am 31. März 1919 beginnt ein Generalstreik in Stuttgart. Diesem Streik schließen sich Arbeiter in Esslingen, Feuerbach, Friedrichshafen, Gmünd, Göppingen, Kirchheim, Ludwigsburg, Nürtingen, Ravensburg, Sindelfingen, Vaihingen, Waiblingen und Zuffenhausen an. Die Arbeiter versammeln sich (trotz Demonstrationsverbot) in Stuttgart. Der Generalstreik endet am 10. April.

Auf wessen Seite die SPD im Generalstreik stand, könnt ihr auf dem angehängten Beitrag (Bild) sehen. Dieser Beitrag stammt aus der Oberschwäbischen Volkszeitung vom 2. April 1919.