Wir dokumentieren einen Text vom DKP-Nachrichtenportal zu den Blockupy Krisenprotesten in Frankfurt a.M.

blockupy_02Gemeinsam gegen  die EU-Troika – gemeinsam gegen deutsche Banken und Konzerne.

Frieden und Wohlstand sollte die Einführung des Euros bringen. 14 Jahre nach seiner Einführung und im Jahr 6 der anhaltenden Krise ist die Bilanz verheerend: Volkswirtschaften südeuropäischer Staaten wie Griechenland, Spanien, Portugal und jüngst Zypern brechen zusammen wie Kartenhäuser. Die Auswirkungen für breite Bevölkerungsteile in diesen Ländern sind katastrophal.

Seit 2008 ist die Erwerbslosenzahl in der EU um 10 Mio. gestiegen – 50 % der Erwerbslosen in Griechenland sind Jugendliche. Aufgrund des Spardiktats der EU-Troika werden in diesen Ländern Löhne und Renten gedrückt und öffentliche Leistungen wie die Gesundheits- oder Wasserversorgung werden zusammengestrichen, verteuert und durch Privatisierungen unmittelbar den Profitinteressen der Konzerne unterstellt.

Dieser Frontalangriff auf die sozialen Rechte der Menschen verläuft alles andere als friedlich wie Griechenland zeigt: Polizeikräfte gehen immer massiver gegen Proteste vor, mit Notstandsgesetzen wird das Streikrecht außer Kraft gesetzt und große Teile der Polizei sympathisieren offen mit neofaschistischen Kräften, die einen enormen Zulauf zu verzeichnen haben.
Hierzulande werden die politischen Eliten nicht müde, das „Wirtschaftswunder Deutschland“ zu beschwören. Die Realität spricht eine andere Sprache:
· Fast ein Drittel aller ALG-II-Bezieher sind erwerbstätig
· Über eine Million Beschäftigte sind Leiharbeiter, die zum Großteil weit unter Durchschnitt verdiene.
· Das Lohnniveau ist in den letzten 15 Jahren real gesunken.
· Mit der sog. „Schuldenbremse“ werden Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge zusammengestrichen.
· Insbesondere in Metropolen wie Hamburg, Frankfurt, München oder Berlin explodieren die Mieten.

Die Hauptprofiteure dieser Entwicklung sind die gleichen, die federführend dabei waren und sind, andere Volkswirtschaften in der EU wirtschaftlich und politisch in die Abhängigkeit zu treiben: die deutschen Banken und Konzerne. Ihre kommenden Angriffe gegen uns abzuwehren ist deshalb auch eine Verantwortung, die wir gegenüber uns selbst haben, sondern auch gegenüber den Kolleginnen und Kollegen in Europa, die jetzt im Fadenkreuz der EU-Troika stehen. Ein Schritt dahin sind die Blockupy-Proteste vom 31. Mai bis 1. Juni in Frankfurt.

 

AUS DEN GRUPPEN: TÜBINGEN

Zur Erinnerung an den 8. Mai 1945 haben wir gestern Abend in der Altstadt mehrere Kundgebungen abgehalten und Flyer verteilt. Sowohl auf dem Holzmarkt, als auch auf dem Marktplatz und im alten botanischen Garten stieß unsere Aktion bei vielen Jugendlichen auf spontane Zustimmung – auch wenn die üblichen antikommunistischen Anfeindungen einzelner Passanten leider nicht ausblieben…

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Im Folgenden dokumentieren wir den Kundgebungstext, der auch auf den Flyern abgedruckt war:

Wer nicht feiert hat verloren!

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung! Danke! Cпасибо! Thank You! Merci! Gracias!

1933 kamen Hitler und die NSDAP mit Hilfe des deutschen Kapitals an die Macht. Die 12 jährige Terrorherrschaft des Faschismus ist verantwortlich für die bisher größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Einerseits wurde eine bis dahin unvorstellbare Aggression nach außen vom Zaun gebrochen: der Überfall auf die Nachbarländer im Westen wie im Osten, der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und damit die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Andererseits wurde ein beispielloses Gewalt- und Ausrottungsprogramm innerhalb des Deutschen Reiches und in den besetzten Gebieten durchgesetzt: die industrielle Vernichtung der Jüdinnen und Juden, Hunderttausender Sinti und Roma, Homosexueller und Menschen mit Behinderung, die massenhafte Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener sowie die Zerschlagung der Arbeiterbewegung und die fast vollständige Liquidierung jeder politischen Opposition. Bis 1945 hat die Naziherrschaft mindestens 55 Millionen Menschenleben gefordert. Allein 25 Millionen und damit den Großteil dieser Todesopfer hatte die Sowjetunion zu beklagen. Über 6 Millionen Menschen jüdischer Abstammung wurden von den Nazis deportiert, als Zwangsarbeiter versklavt und ermordet. Halb Europa lag nach Kriegsende in Trümmern. Über 30 Millionen Menschen hat der Krieg verstümmelt und entstellt zurückgelassen.

Am 8. Mai 1945 – heute vor genau 68 Jahren – war der Spuk endlich vorbei. Die Eroberung Berlins durch die Rote Armee zwang die Nazis zur bedingungslosen Kapitulation. Aber von „Kapitulation“ sprechen nur jene, für die dieser Tag eine Niederlage war – wir feiern heute den Tag der Befreiung! Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem der Hölle der Folterkeller, der KZs, der Mordanstalten, der Gaskammern und der Krematorien endlich ein Ende gesetzt wurde.

Als junge Kommunist_innen und Antifaschist_innen betrachten wir es als unsere Aufgabe und unsere Pflicht, heute nicht nur an die zahllosen Opfer des Faschismus zu erinnern, sondern auch an jene Menschen, die alles aufs Spiel gesetzt und aktiv für die Befreiung gekämpft haben. Die internationalen Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg, die Kämpfer_innen der Roten Armee und der Alliierten, die Frauen und Männer im Widerstand und in den vielen Partisaneneinheiten überall in Europa – ihnen gelten heute unser Dank und unser Andenken!

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 Aber ist der Spuk wirklich vorbei? „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, warnte Bertolt Brecht 1955 vor der weiterhin drohenden Gefahr des Faschismus. In der BRD dauerte es nach dem Krieg nicht lange bis viele Nazis wieder führende Posten in Politik, Wirtschaft und Verwaltung übernehmen konnten. Viele Täter blieben unbestraft. Gleichzeitig wurden Antifaschist_innen, darunter zahlreiche Kämpfer_innen des kommunistischen Widerstands, bald wieder verfolgt und eingesperrt (KPD-Verbot, Berufsverbote etc.). Heute organisieren sich die Nazis, Rassisten und Nationalisten überall in unserer Umgebung, während der Staat gegen Antifaschist_innen immer härter vorgeht. Rechte Gewalttaten bis hin zu rassistischen Morden auf offener Straße häufen sich. Der Staat knüppelt den Nazis bei ihren Aufmärschen trotzdem regelmäßig gegen unseren Widerstand die Straßen frei. Zwar ist klar, dass wir derzeit nicht in einem faschistischen Staat leben. Dennoch stellen sich einige Fragen, die einen beängstigenden Beigeschmack haben. Wie konnte der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) über mehrere Jahre Menschen ermorden, obwohl staatliche Organe vom Treiben der Gruppe wussten? Wieso wird eine faschistische Partei wie die NPD durch Steuergelder finanziert, obwohl Mitglieder dieser Partei den „NSU“ mit Waffen versorgten?

Für uns steht fest: Die Nazis standen noch nie auf unserer Seite – der Seite der Arbeiterklasse, der arbeitenden und lernenden Jugend – sondern immer auf der Seite des Kapitals. Deshalb gilt für uns damals wie heute:

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

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1 Mai front_smallAKTIVITÄTEN ZUM 1.MAI IN TÜBINGEN:

Unter dem Motto “Unsere Antwort auf die Krise: Aufstehen und Kämpfen – Klasse gegen Klasse!” wird es einen revolutionären Jugendblock auf der traditionellen DGB Demo geben. Im Anschluss an die Demo wird am Haagtor-Platz (direkt an der Ammer) ein kleines internationalistisches Straßenfest stattfinden, zu dem alle jungen Menschen herzlich eingeladen sind.

DGB-Demo: 10:30, Europaplatz (Omnibusbahnhof)

Internationalistisches Straßenfest: ab 12:00 am Haagtorplatz an der Ammer

AKTIVITÄTEN ZUM 1.MAI IN FREIBURG:

Sonn­tag, 21.April | ab 10 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Gro­ßer Bastel/Bautag für den Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block

Sonn­tag, 21.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Film­vor­füh­rung und Vokü: The Navi­ga­tors [Regie: Ken Loach — 2001]

Frei­tag, 26.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Solikneipe, Vokü, Unter­hal­tungs­pro­gramm und Specials

Sonn­tag, 28.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Film­vor­füh­rung und Vokü: “The Take – Die Über­nahme” [Regie: Naomi Klein/Avi Lewis – 2004]

Mitt­woch, 1.Mai | 11 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz

Gewerk­schafts­demo in Frei­burg mit Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schem Block

Unser diesjähriger Aufruf zur Maidemo:

Heraus zum 1. Mai!

Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterklasse. Gründe, auf die Straße zu gehen, gibt es für uns auch heute noch viele. Millionen Lohnabhängige in der Bundesrepublik befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in Mini-Jobs oder müssen von „Hartz 4“ leben. Die Ausweitung von Leiharbeit und Werkverträgen zwingen viele Tausende Jugendliche in besonders krasse Formen von Ausbeutung.

Die Krise und der Klassenkampf von oben

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise seit 2007/08 haben sich die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen von vielen Millionen Menschen weiter verschlechtert. Die Krisenlasten werden auf die arbeitende Bevölkerung, die Arbeitslosen, uns Jugendliche und die Rentner_innen abgewälzt. Nachdem die Staaten große Banken „gerettet“ haben und sich die öffentlichen Schulden dadurch massiv erhöhten, muss nun angeblich „gespart“ werden. Deutschland zwingt an führender Stelle ganz Europa, insbesondere aber den südeuropäischen Ländern, eine „Spar“-Politik auf, die verheerende Auswirkungen auf große Teile der Bevölkerung haben. In Griechenland z.B. werden deshalb nicht nur immer mehr Familien obdachlos, mittlerweile leiden dort sogar viele Menschen an Hunger!

Mit der europaweiten Durchsetzung von „Reformen“ im Sinne der „Agenda 2010“ wird ein folgenreicher Kreislauf in Gang gesetzt. Denn schon jetzt ist absehbar, dass es in Zukunft auch in der Bundesrepublik wieder heißen wird, dass erneuter Sozialabbau und sinkende Reallöhne notwendig seien, damit Deutschland weiterhin „wettbewerbsfähig“ bleibt. Selbst die letzten Reste an sozialer Absicherung müssen von uns also immer wieder neu verteidigt werden, denn sicher ist in diesem System nur eines: die Profite der Banken und Konzerne!

Den Kampf gegen die Herrschenden organisieren!

Vor einigen Jahren hat der US-amerikanische Milliardär Warren Buffett gesagt: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“ Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass das Kapital und seine politischen VertreterInnen einen offensiven Klassenkampf gegen die Arbeiterklasse führen. Während den KapitalistInnen dies offensichtlich sehr bewusst ist, ist es vielen Lohnabhängigen wohl leider noch nicht so klar. Und auch in den Gewerkschaften gibt es viele, die einen „sozialpartnerschaftlichen“, wenig kämpferischen Kurs vertreten. Trotzdem bleiben die Gewerkschaften die wichtigste Kampforganisation der Arbeiterklasse, weshalb wir uns in ihnen organisieren müssen, um uns kollektiv für unsere Interessen einsetzen zu können.

Sorgen wir also dafür, dass der Klassenkampf wieder entschlossen von der Arbeiterklasse und ihren Verbündeten gegen die Angriffe der herrschenden Klasse geführt wird!

Für einen kämpferischen, revolutionären 1. Mai 2013!

Das Problem heißt Kapitalismus!

Klassenkampf statt „Sozialpartnerschaft“!

Am 23. April 2013 trafen sich einige werktätige und lernende Jugendliche zur Gründung der Sozialistischen Deutsche Arbeiterjugend im Zollernalbkreis. Dem ging eine kontinuierliche politische Arbeit und Vorbereitung des Gründungsprozesses, beginnend im Oktober 2012 voraus.
Nun wollen wir uns auch auf der Schwäbischen Alb gegen die Misstände dieses menschenverachtende Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, des Kapitalismus, wehren und die einzige Alternative erkämpfen, die der Jugend eine Perspektive bietet – den Sozialismus.

Zollernalb

Wir kämpfen gegen das ungerechte Bildungssystem, das die Jugend nur nach ihrer Verwertbarkeit für die Profite der Kapitalisten sortiert, in dem menschliche Werte und Solidarität längst über Bord geworfen sind und Verblödung zur täglichen Praxis erhoben wird. Entschieden treten wir für eine gerechte Verteilung der Arbeit und der daraus entstehenden Waren und Dienstleistungen ein. Es ist genügend Arbeit und Ausbildung für alle da, nur nicht in diesem System. Wir lehnen imperialistische Kriege aus Prinzip ab und fordern stattdessen Frieden, und Völkerfreundschaft. Wir sind der Meinung, dass Faschismus ein Verbrechen ist und kämpfen aktiv gegen alle Nazis und deren Strukturen. Einer derart menschenfeindlichen Ideologie muss konsequent der Boden entzogen werden. Wir treten für eine kritische Sicht auf Geschichte, Mensch und Gesellschaft auf der wissenschaftlichen Grundlage des Marxismus-Leninismus ein. Wir suchen, ausgehend von unserem proletarischen Klassenstandpunkt und der dialektischen Betrachtungsweise, die Diskussion mit den Jugendlichen über Leistungen und Versäumnisse des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik, sowie allen anderen historischen Versuchen, eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Aber vor allem wissen wir: All das kann nur Realität werden, wenn wir uns vereint organisieren, für unsere Interessen und damit für eine sozialistische Zukunft kämpfen.

Die Gruppe Zollernalb trifft sich regelmäßig und veranstaltet daneben auch Verteilaktionen, organisiert Film- und Musikveranstaltungen und organisiert Fahrten zu größeren Demosund Kundgebungen. Falls du uns kennenlernen möchtest und an unserer Arbeit interessiert bist, schreib uns einfach.
Zu erreichen sind wir immer unter: kontakt@zollernalb.sdaj-bawue.de

In diesem Sinne,

Aktiv werden – Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte!
Unsere Zukunft muss sozialistisch sein!

SDAJ-Gruppe Zollernalb

cropped-finalWenn man mal von mehreren Millionen Arbeitslosen und Zehntausenden Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz absieht, geht es uns doch super!
Abgesehen von den dauernden Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Abgesehen von der Rotstiftpolitik an der Schule, von überfüllten Klassen, LehrerInnenmangel und veraltetem Unterrichtsmaterial. Abgesehen davon, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer. Abgesehen von prügelnden Polizisten und den großeren Ohren und Augen des „Verfassungsschutzes“. Abgesehen von den paar Dutzend Opfern des Naziterrors in jedem Jahr. Abgesehen von Hochrüstung und deutschem Angriffskrieg.
Abgesehen von so ziemlich allem, auf was es eigentlich ankommt.

Wenn du es satt hast, weg zu sehen und nichts gegen die zunehmende Ungerechtigkeit in diesem System zu tun, dann bist du herzlich Willkommen auf dem Südcamp der SDAJ!
Vier Tage lang werden wir diskutieren, feiern und Spaß haben, egal wo du herkommst!

Das Programm des Südcamps, alle Infos zur Anmeldung und Anreise findest du hier: www.suedcamp.de

Für eine gemeinsame Anreise aus Baden-Württemberg, melde dich per e-mail bei uns und wir versuchen Kontakt zu SDAJler_innen in deiner Nähe herzustellen:  info@sdaj-bawue.de

Gepostet am 9. April 2013 Antifaschismus

nsuInfobroschüre der SDAJ München zum sogenannten NSU als Teil des faschistischen Terrors

Broschüre als pdf herunterladen

Vorwort

Die vorliegende Broschüre wurde in den letzten Wochen kollektiv von den Mitgliedern der SDAJ München erarbeitet. Anlässlich des anstehenden NSU-Prozesses in München sehen wir die Notwendigkeit an der Aufklärung der Hintergründe mitzuwirken. In unseren Augen, ist der NSU keine Form des individuellen Terrors, sondern steht in einer braunen Tradition reaktionärer Terrorgruppen mit staatlicher Förderung. Der NSU war nicht nur durch Fremdenfeindlichkeit motiviert, auch gegen fortschrittliche Organisationen richtete sich sein Terror. Die bekanntgewordenen Namens- und Ortslisten weiterer geplanter Anschläge bezeugen das. Auch wurden einige der „Bekenner-DVDs“ des NSU nicht nur bei Zeitungsredaktionen abgegeben, sondern auch bei linken Organisationen, z.B. der SDAJ Gruppe Nürnberg-Fürth. Der NSU hat mit seinen Taten Angst verbreitet und wollte progressive Kräfte einschüchtern.

Die Verstrickungen des Staatsapparates sind in diesem Zusammenhang erklärbar, die Aussichten des kommenden Prozesses auf echte Aufklärung damit leider auch kalkulierbar. Die Deutsche Geschichte mahnt uns vor dem Faschismus. Millionen Menschen mussten am eigenen Leibe spüren, wozu die faschistische Politik fähig ist. FaschistInnen waren und sind nicht einfach ungebildete, gewaltbereite Verbrecher. Sie waren und sind Handlanger des Großkapitals, der Banken und Industriekonzerne. Die Jahre 1933-45 mahnen uns, dass das Kapitalinteresse im Notfall von den Herrschenden auch ohne bürgerliche Demokratie durchgesetzt wird, in der „offenen, terroristischen Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“ (Dimitroff auf dem 7. Weltkongress der Kommunistischen Internationale).

Nach der Niederschlagung der Münchner Räterepublik 1919 begann Adolf Hitler in seinen frühen Jahren als geheimer Informant (also V-Mann) der Bayerischen Reichswehr. Dass V-Leute des Geheimdienstes nicht Informationen über FaschistInnen sammeln, sondern faschistische Organisationen steuern und dabei vom Staat bezahlt werden, scheint sich für die Herrschenden über die Jahrzehnte bewährt zu haben. Über die Zusammenhänge von faschistischen Terror und dessen Funktionen und Auswirkungen will die folgende Broschüre informieren.

SDAJ München, April 2013.

cubakofferWir laden ein: Vortrag und Diskussion zu Demokratie und Mitbestimmung in Cuba und den Cuban Five!
Am 20.03.2013 um 19.30 Uhr im adelante! Linken Zentrum Freiburg (Glümerstraße 2)

(Es laden ein: SDAJ Freiburg, DKP Freiburg, Cuba-Gruppe Freiburg)

Wir freuen uns, am Mittwoch, den 20. März Gisleidy vom Kommunistischen Jugendverband der KP Cuba in Freiburg begrüßen zu dürfen. Die Verantwortliche der UJC International Relations für die Arbeit zu den Cuban 5, den fünf in den USA inhaftierten kubanischen „Antiterroristas“, besucht uns im Rahmen des in diesem Jahr bundesweit stattfindenden Kuba-Solidaritätsprojekts der SDAJ. Was bedeutet Sozialismus auf Cuba? Wie verändert sich die Situation auf Kuba im Zuge der Wirtschaftsakutalisierungen? Wie sehen Mitbestimmung und Demokratie in einem sozialistischen Staat aus? Wie ist die Situation der Cuban 5 und ihrer Angehörigen? Und wie steht es um die Verwirklichung der Grundrechte der Jugend auf Bildung und Arbeit?

All diesen und noch mehr Fragen möchten wir im Rahmen eines Vortrags und anschließender Diskussion mit Gisleidy nachgehen. Alle Interessierten möchten wir herzlich einladen, diese Gelegenheit zu nutzen und selbst Fragen zu stellen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und findet im Linken Zentrum Freiburg, Glümerstraße 2, statt.
Weitere Infos findet ihr unter: http://www.sdaj-netz.de/blog/2013/03/sozialismus-inside-facts-und-stories-aus-und-ueber-kuba-und-die-cuban-5/

Wir freuen uns auf euch, auf eure Fragen und natürlich auch darauf, im Anschluss den einen oder anderen kubanischen Cocktail mit euch zu trinken!
Viva Cuba socialista!

Que los Cinco Volverán!

Eure SDAJ Freiburg

Communist_cutGleichberechtigt? POSITION hat nachgefragt.

Unsere Regierung tut zumindest manchmal so, als wollte sie die Gleichberechtigung der Frau voranbringen. Dumm nur, dass sie sich dabei vor allem um bessergestellte, hochqualifizierte Frauen kümmert. Frauen aus der Arbeiterklasse bekommen für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld – da hilft es auch nichts, wenn im Konzernvorstand eine Managerin sitzt. Wenn die Möglichkeiten zur Kinderbetreuung fehlen, sind es meist die Frauen, die ihren Beruf aufgeben und zu Hause bleiben müssen. Und noch immer sind wir im Alltag mit reaktionären Rollenbildern konfrontiert.

All das wird keine bürgerliche Regierung ändern. Denn das Kapital hat ein Interesse daran, Frauen als Lohndrückerinnen einzusetzen und Kinderbetreuung und Hausarbeit zur Privatsache zu machen. Grund genug, für die Gleichberechtigung der Frau und gegen den Kapitalismus zu kämpfen – nicht nur am Frauentag.

Eine unserer Leistungen

Erika Baum (88, Berlin) war Lehrerin in der DDR.

„Es reicht nicht aus, die Forderung nach der Gleichberechtigung der Frau in die Welt zu posaunen, sondern dafür müssen ja auch die Voraussetzungen bestehen. In diesem wunderbaren Großdeutschland sind Frauen häufiger arbeitslos als Männer, sie sind die ersten, die rausfliegen, wenn es Entlassungen gibt. Ich als DDR-Frau war bis zur Rente immer berufstätig, heute haben es die Frauen ganz schwer, das zu erreichen. Die Gleichberechtigung schafft man nicht mit Formalismen. Zum Beispiel nach 89, nachdem wir angeschlossen waren, sagte in einem Gespräch eine DDR-Frau, sie sei Germanist. Also, sie sagte nicht Germanistin, worauf sie sofort korrigiert wurde. Der Witz war aber, dass diese Frau – nachdem die DDR nicht mehr existierte – weder Germanist noch Germanistin war, sondern Hausangestellte, weil sie rausgeschmissen worden war. Also, ich meine, das Entscheidende ist nicht die Sprachregelung. Die Arbeiterbewegung hat immer, von Anfang an, Frauenfragen im Zusammenhang mit dem allgemeinen Klassenkampf aufgegriffen. Und in dem Maße, wie die Frauen an diesen Kämpfen teilgenommen haben, haben sie sich auch entwickelt. Das ist das eine, und das andere sind eben die materiellen Voraussetzungen. Ich bin der Meinung, dass es eine unserer großen Leistungen in der DDR war, wie hoch der Anteil der Frauen an den qualifizierten Berufen war, an Facharbeiterinnen, an Studierenden und so weiter. Aber auch, dass die Kinderbetreuung gesichert war, dass die Familien von einem Teil der Hausarbeit entlastet wurden – durch öffentliche Waschanstalten, oder auch durch Essen in den Betrieben und Schulen, da war die Kocherei am Abend nicht mehr so notwendig. Wir haben also versucht, die materiellen Bedingungen für die Gleichberechtigung zu schaffen.“

Nur für Männer

Caro (Essen) hat sich als Tischlerin beworben.

„Ich bin nie davon ausgegangen, dass es für mich schwierig sein würde, mit Abitur einen Ausbildungsplatz zu finden, obwohl ich natürlich weiß, wie entmutigend und kritisch die Lage auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Doch nach meinen ersten Telefonaten mit Tischlereien in Essen schwand meine Hoffnung, denn immer wieder wurde mir gesagt, dass keine Frauen ausgebildet werden. Diese Tatsache ist nicht nur kritisch, sondern diskriminierend jeder Frau gegenüber, die in dieser sogenannten emanzipierten Welt einen ‘Männerberuf’ ergreifen möchte. Viele Unternehmen redeten sich damit raus, dass sie für eine Frau extra sanitäre Anlagen bauen müssten, andere gaben gar nicht erst einen Grund an, sondern sagten mir von vornherein, dass ich meine Bewerbungsunterlagen gar nicht erst abschicken brauche. Oder sagten mir, sie glauben nicht, dass eine Frau das Zeug dazu hätte, Handwerkerin zu werden. Dass ich im Endeffekt bei einem gut bezahlenden Großkonzern gelandet bin, war Zufall und pures Glück, sonst wäre ich jetzt arbeitslos oder Studentin.“

Auszeit undenkbar

Gianna (Münster) wollte Kind und Beruf.

„Seit dem Ende meines Studiums reiht sich ein befristeter Vertrag an den nächsten. Familienplanung ist damit kaum möglich. Trotzdem wollte ich auf meinen Kinderwunsch nicht verzichten und so kam vor etwa zwei Jahren meine Tochter auf die Welt. Eine Auszeit im Beruf war jedoch undenkbar. Damit wären die Chancen auf einen Anschlussvertrag gegen null gesunken. Zum Glück war mein Partner bereit in Elternzeit zu gehen. Nur konnte ich langfristig mit meinem Gehalt für eine halbe Stelle unmöglich eine Familie ernähren. Deshalb starteten wir schon frühzeitig die Suche nach einer Kita. Doch alle Anrufe, Besichtigungen, Vorstellungsgespräche, Hospitationen u.s.w. waren trotz Bewerbungen in über zwanzig Einrichtungen leider erfolglos. Nur durch Glück bekamen wir etwas später einen Platz in der Betriebskita. Die schließt allerdings um 15 Uhr, so dass sich nachmittags immer jemand um die Kleine kümmern muss, obwohl ich die Zeit dringend für meine Weiterqualifikation bräuchte, die in meinem Bereich extrem wichtig ist. Für politische Arbeit, für Sport oder für Freunde bleibt da wenig Zeit.“

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Ein Beitrag der SDAJ-Gruppe Tübingen:

Da ist nirgends nichts gewesen außer hier…“

In diesen Tagen jährt sich zum 80. Mal der Mössinger Generalstreik gegen die Machtübertragung an Hitler am 31. Januar 1933. Damals hatten sich Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustriebetriebe der schwäbischen Kleinstadt unter Führung der KPD in der Antifaschistischen Aktion zusammengeschlossen und zum Massenstreik gegen die Übertragung der Macht an die Nazis aufgerufen. Leider blieb das entschlossene Vorgehen der organisierten Mössinger Arbeiterschaft einzigartig in Deutschland. Der Streik wurde durch eine aus der nahegelegenen Stadt Reutlingen beorderten Einheit der Bereitschaftspolizei niedergeschlagen und die “Rädelsführer” der Aktion am Folgetag verhaftet. Einige von ihnen verbrachten Jahre hinter Gittern.

Da Kommunist_innen zu den entschiedensten Gegnern des Naziregimes gehörten und zu Tausenden im antifaschistischen Kampf ihr Leben ließen ist das Gedenken an die mutigen Mössinger Streikenden für uns als junge Kommunist_innen ein besonders wichtiges Anliegen. Antifaschismus und Antikapitalismus gehören zusammen, da nur durch die Überwindung des Kapitalismus dem Faschismus der Nährboden entzogen werden kann. Ausgehend von dieser Erkenntnis kämpften kommunistische Parteien und Organisationen frühzeitig und energisch gegen den Faschismus als brutalste Form bürgerlicher Herrschaft.

Der politische Massenstreik ist und bleibt das mächtigste unmittelbare Kampfmittel der Arbeiterklasse – dies galt und gilt auch für den Kampf gegen den Faschismus, den größten Feind der Arbeiterbewegung. Die Mössinger Generalstreikenden sind uns Vorbild. Ihr Kampf gegen Faschismus und Krieg bleibt aktuell, wie auch der Massenstreik heute wieder zum Mittel einer kämpferischen Arbeiterbewegung werden muss.

Unser Gedenken an die Kämpfe von gestern muss den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Das politische Streikrecht erkämpfen!

 

22. Januar 2013, 20:00, Club Voltaire: Veranstaltung mit Bernd-Jürgen Warneken (Kulturwissenschaftler, Tübingen) und Jürgen Jonas (Journalist, Nehren) im Club Voltaire in Tübingen.

Gemeinsam mit der VVN-BdA und den Genoss_innen der Antifa (Aufbau) Tübingen wollen wir über die Generalstreikserfahrung von 1933 und ihre Relevanz für unsere heutigen Kämpfe diskutieren.
Veranstaltungsflyer pdf.

2. Februar 2013 – Demonstration in Mössingen:  Zum 80. Jahrestag des Mössinger Generalstreiks wird es unter dem Motto “Politischer Streik hätte Hitler gestürzt und den Krieg verhindert!” eine Demonstration auf der historischen Route in Mössingen geben. Wir unterstützen als SDAJ das gewerkschaftliche Bündnis und seinen Aufruf – Auf nach Mössingen! Kämpfen für den politischen Massenstreik, damals wie heute!

Die SDAJ Freiburg feiert unter dem Motto „Viva la Revolución Cubana!“ ins neue Jahr und läutet damit unsere Cuba-Solidaritätskampagne in Ba-Wü ein. Kommt zahlreich, feiert mit uns, unterstützt unsere Solidaritätsbrigaden!Silvesterparty-1

FEIERN FUER EINE BESSERE ZUKUNFT!
SEIT DEM SIEG DER REVOLUTION AM 1.JANUAR 1959 VERSUCHT DAS CUBANISCHE VOLK AUF SEINER INSEL EINE
SOZIALISTISCHE – ALSO VON KAPITALISTISCHER AUSBEUTUNG UND PROFITLOGIK BEFREITE – GESELLSCHAFT AUFZUBAUEN.
DIE FORTSCHRITTE WERDEN ALLJAEHRLICH AN DIESEM HISTORISCHEN TAG GEFEIERT – OHNE FEUERWERK, DAFUER MIT KLASSENBEWUSSTSEIN, SOLIDARITAET UND KARIBISCHER TANZKULTUR!
LASST UNS EIN BEISPIEL NEHMEN, UND MIT CUBA IN EIN NEUES JAHR – IN EINE BESSERE WELT – TANZEN!

31. DEZEMBER 2012 AB 19.00H
IM LINKEN ZENTRUM ADELANTE! (GlUEMERSTRASSE 2, FREIBURG)

FEIERT MIT:
SEKTEMPFANG (FIRST COME, FIRST SERVE!),
CUBANISCHE SNACKS
ANTIIMPERIALISTISCHE COCKTAILBAR*
CUBA-PROJEKTVORSTELLUNG SDAJ
REVOLUTIONAERE DIASHOW
MUSICA BAILABLE: (HIER SPIELT DIE ZUKUNFTSMUSIK!)

*WIR BENUTZEN ECHT CUBANISCHEN RUM, TUKOLA UND BUCANERO-BIER!

EINTRITT FREI, SPENDEN ERWUENSCHT!

DIE EINNAHMEN DES COCKTAILVERKAUFS GEHEN VOLLSTAENDIG AN DAS SOLIPROJEKT 2013 DER SDAJ. DU FEIERST ALSO NICHT NUR IN EIN BESSERES JAHR 2013, SONDERN AUCH FUER EINE BESSERE ZUKUNFT!