Neues „Zukunftspapier“ verabschiedet: Ende September, auf der zweiten Tagung ihres XX. Bundeskongresses hat sich die SDAJ eine neue programmatische Grundlage gegeben.

Es war ein anstrengendes Wochenende, aber es hat sich gelohnt. Der gesamte Verband hat es möglich gemacht, dass Hunderte Jugendliche in der Vorbereitung und am Kongress selber an der Diskussion beteiligt waren. Und das Gesamtergebnis ist ein Papier, das unsere Analyse der Welt, in der wir leben, beschreibt. Es hält Forderungen und Standpunkte zu allen wichtigen Politikfeldern fest. Und es macht deutlich, auf welche Weise eine sozialistische Gesellschaft erkämpft werden kann und worin die Aufgaben unseres Verbandes in den Kämpfen unserer Zeit bestehen.
Wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2000, besteht auch das neue Zukunftspapier aus drei Teilen. Am Anfang steht eine Charakterisierung des Imperialismus und seiner Entwicklung in den letzten Jahren. Wir diskutierten über die Zunahme deutscher Beteiligung an Kriegen und Rüstungsexporten sowie die stetig anwachsende Dominanz deutscher Banken und Konzerne, wie er sich im Sozial- und Demokratieabbau etwa in Griechenland, Spanien und Portugal zeigt. Der deutsche Imperialismus nutzt die EU, um die Kosten seiner Exportorientierung auf uns und auf die gesamte europäische Arbeiterklasse abzuwälzen – dagegen müssen wir uns wehren.

Im Hauptteil des Zukunftspapiers formulieren wir unsere „Grundrechte der Jugend“, u.a. auf Arbeit, Bildung und Frieden. Hier gehen neue Erkenntnisse ein, die wir in gemeinsamen Kämpfen der SchülerInnen, Studierenden und Arbeiterjugendlichen gesammelt haben – so in den Aktionen gegen die Werbung der Bundeswehr, in antifaschistischen Kämpfen und vor allem in der Interessenvertretungspolitik in Schule und Betrieb. Beim Kampf für die Durchsetzung unserer Grundrechte brauchen wir Bündnispartner, um eine größere Stärke zu erlangen. Ziel unserer Bündnisarbeit ist immer, Kämpfe gegen die Banken und Konzerne und ihre Parteien zu stärken. Dazu versuchen wir, Gleichgesinnte zu gewinnen, auch auf Teilgebieten und über politisch-weltanschauliche Grenzen hinweg.

Das letzte Kapitel „Der Sozialismus – unsere Zukunftsperspektive“ klärt unseren Anspruch als revolutionäre Organisation: Solange der gesellschaftliche Reichtum von einigen wenigen Banken und Konzernen kontrolliert wird, solange die politische Macht in den Händen der Vertreter des Kapitals liegt, ist es nicht möglich, die Grundrechte der Jugend durchzusetzen. Für die SDAJ geht es deshalb darum, auch in den scheinbar kleinen, alltäglichen Kämpfen das sozialistische Ziel vor Augen zu behalten.

„Führende bürgerliche Ideologen bedauern regelmäßig, dass die Jugend in Deutschland zu wenig über den Sozialismus wisse“, so unser Vorsitzender Björn Schmidt in seinem Referat. „Mit unserem Zukunftspapier haben wir nun ein gutes Material, um diesen Wunsch zu erfüllen. Sorgen wir also dafür, dass der Sozialismus in der Schule eine größere Rolle spielt.“

Fred, Bochum

Am 6. Oktober planen Nazis aus der Region in Göppingen aufzumarschieren. Wir wollen das verhindern und uns den Nazis an diesem Tag entschlossen und solidarisch entgegenstellen! Dem Faschismus und seiner Propaganda darf kein Raum geboten werden, nicht in Göppingen und nirgendwo sonst! Nazifreie Zonen schaffen heißt für uns, sowohl die soziale Demagogie der Nazis zu entlarven, als auch, ihnen wo immer sie öffentlich auftreten wollen, unseren praktischen Widerstand entgegen zu setzen.

Das Bündnis Läuft nicht!, das sich aus Gruppen und Organisationen aus ganz Baden-Württemberg zusammensetzt, ruft zu Protesten am 6. Oktober in Göppingen auf. Über den Stand der Planungen, gemeinsame Anfahrten sowie Mobilisierungs- und Vorbereitungsveranstaltungen könnt ihr euch hier auf dem Laufenden halten: www.laeuft-nicht.tk

Beteiligt euch an den Aktionen!

Kein Fußbreit den Faschisten!

Im Folgenden dokumentieren wir den Bündnisaufruf:

Am 6. Oktober wollen Nazis in Göppingen wieder demonstrieren, das wäre dieses Jahr dann schon das vierte Mal. Bei solchen Demos werden rassistische und faschistische Inhalte verbreitet, die darauf abzielen Bevölkerungsgruppen auszugrenzen, zu unterdrücken und zu vernichten. Unter dem Schutz der Meinungsfreiheit propagieren Nazis einen gleichgeschalteten Führerstaat, in dem dann keine Meinungsfreiheit mehr gelten wird. Seit 1990 wurden mehr als 200 Menschen durch Nazis ermordet. Die aufgedeckten Morde der rechten Terrorgruppe NSU verdeutlichen einmal mehr die aktuelle tödliche Konsequenz der neonazistischen Ideologie.

Bereits mehrmals versuchten Nazis hier in Göppingen ihre rassistische und menschenverachtende Propaganda mit Kundgebungen unter die Leute zu bringen. Immer wieder schlug ihnen dabei Widerstand entgegen – Ihr letzter Kundgebungsversuch wurde mit vielfältigen und entschlossenen Protesten beantwortet – eine weitere Niederlage. Deshalb mobilisieren die Göppinger Nazis nun zu einem größeren Aufmarsch, bei dem mehrere hundert Faschisten_innen aus verschiedenen Regionen erwartet werden.

Es stößt bei Menschen quer durch die Bevölkerung auf vollkommenes Unverständnis, dass die Kundgebungen der Faschisten_Innen stattfinden dürfen. Wir kommen aus der Region Göppingen und haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam zu handeln. Wir fühlen uns in unseren Pflichten als verantwortungsbewusste Menschen angesprochen und wollen nicht nur von Zivilcourage reden, sondern rufen zu Mut, Einigkeit und zivilem Ungehorsam auf. Wenn die Verwaltung den Nazis Vortritt lässt, wenn die Politiker_innen sich verstecken und wenn Gerichte zustimmen, wollen wir gemeinsam auf die Straßen gehen und uns den Nazis in den Weg stellen.
Eine erfolgreiche Blockade und Verhinderung der Nazidemo ist das Gebot der Stunde. Göppingen darf nicht das Aufmarschgebiet der Faschisten_innen in der ganzen Region werden!

Nehmen wir es selbst in die Hand: Mit friedlichen Sitzblockaden, an denen sich eine Vielzahl von Menschen beteiligen kann, wollen wir nicht nur Zeichen setzen, sondern den Aufmarsch der Nazis stoppen. Solche Blockaden in anderen Städten wie Dresden, Wunsiedel, Lübeck und Köln haben bewiesen, dass es vielen Menschen gemeinsam gelingt, Naziaufmärsche zu verhindern.

Im Zusammenspiel mit unterschiedlichen kreativen und ausdrucksstarken Protestformen werden wir den 6. Oktober zu einem Tag des Zusammenhaltes für ein solidarisches Miteinander machen. Nur wenn viele Ideen und viele Menschen zusammen wirken, werden wir erfolgreich sein.

 

Deutschland im Jahr 2012: Deutsche Banken und Konzerne verbuchen Rekordgewinne, während zeitgleich an unserer Bildung gespart wird. Mit kompromissloser Kürzungspolitik müssen wir für die Banken und Konzerne zahlen. Unsere Ausgaben für Bücher- und Kopiergeld steigen immer weiter an.
Selbst das Notwendigste, wie das Mittagessen in der Schulkantine oder Unimensa und die täglichen Bus- & Bahnfahrten werden immer teurer. Welche Chancen wir haben und wie wir in der Schule abschneiden hängt vom Geldbeutel der Eltern ab. Bildung ist eine Ware, die sich nicht alle leisten können.

Dagegen müssen wir uns wehren! Es geht darum aufzuzeigen, dass wir SchülerInnen, Auszubildenden und Studierenden grundsätzlich gleichen Interessen haben. Genau damit konnten wir schon einige Erfolge erkämpfen! In NRW beispielsweise wurden die Kopfnoten & Studiengebühren abgeschafft, die Drittelparität (also die gleichberechtigte Mitsprachen von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern) wieder eingeführt. Auch für kostenfreie Bildung gilt, sie wird uns nicht von den Herrschenden geschenkt werden, wir müssen sie erkämpfen.

Viele unserer Interessenvertretungen dürfen sich nicht zur Politik in unserem Land äußern. Dabei bleibt Bildungspolitik nicht unberührt von anderen politischen Entscheidungen. Während die Herrschenden Kriege führen, Griechenland ein Spardiktat nach dem anderen aufdrücken und den Banken und Konzernen Milliarden Euro in den Rachen schieben, werden wir links liegen gelassen. Aktuell führt auch die so genannte „Schuldenbremse“ zu Kürzungen im Bildungsbereich, bspw. beim Einsparen von Lehrpersonal. Das Kapital stellt Bildung in seine Profitlogik, wir aber wollen allseitige und umfassende Bildung genießen können! Deshalb müssen selber aktiv werden, auf die Straße gehen und unsere Interessen durchsetzen.

Auf die Straße gehen kann aber die Arbeit in der Interessenvertretung nicht ersetzen. Die Politisierung der SchülerInnenvertretungen gehört notwendig mit zum gleichen Kampf. Mit dem neuen Schuljahr steht auch die Wahl der KlassensprecherInnen und SchülersprecherInnen vor der Tür. Macht dort die Forderung nach kostenfreier Bildung stark, lasst Euch aufstellen oder redet mit euren Freunden darüber, dass diese Wahlen wichtig sind.

Unsere SVen/SMVen sind nicht irgendwelche Klassenclowns, sondern unsere politischen VertreterInnen. Wir wollen nicht nur Schulpartys, sondern auch Mitspracherechte. Dabei ist es egal auf was für eine Schule wir gehen. Denn während wir mit zig verschiedenen Schularten in einfache und bessere SchülerInnen gespaltet werden sollen, sind unsere Interessen als SchülerInnen doch im Grunde die gleichen. Unsere gemeinsamen Interessen richten sich gegen Kürzungspolitik und einseitiger Elitenförderung.

Wir haben keine Lust mehr, dass dieser Staat die Banken und Konzerne mit Geld beschenkt und unsere Bildung und Zukunft auf der Strecke bleiben. Deshalb: Werdet aktiv indem ihr zum Beispiel an eurer Schule Unterschriften gegen die Bildungskosten bei euch sammelt. Geht mit leeren Papptellern in die Mensa und zeigt mit einem Flashmob, dass das Mittagessen für alle bezahlbar sein muss! Setzt Euch in eurer SV/SMV ein und beteiligt Euch an der Aktionswoche für kostenfreie Bildung Mitte November 2012!

Kopiervorlage: Schulanfangsflyer für BaWü

Hallo Welt!

Gepostet am 15. August 2012 Allgemein

Dies ist die neue Homepage des Landesverbands Baden-Württemberg der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ).

Ab sofort kannst du dich hier über all unsere Aktivitäten in der Region auf dem Laufenden halten.

Hier findest du die Links zu unseren Ortsgruppen und dem Bundesverband:

Bundesverband

Gruppe Tübingen & Region

Gruppe Freiburg

Hoch die internationale Solidarität!