MASCH // Hans Heinz Holz // ab 19. Juni

IMG_0089.jpgAb Donnerstag den 19. Juni wollen wir im Rahmen unserer MASCH (Marxistische Abendschule) das Buch „Niederlage und Zukunft des Sozialismus“ von Hans Heinz Holz lesen. Der Text ist unter den Eindrücken der sogenannten „Wende“ von 1989/90 entstanden und stellt im deutschsprachigen Raum einen der ersten Versuche dar, diese welthistorischen Ereignisse marxistsich zu deuten. Nicht zuletzt geht es Holz darum, aufzuzeigen, warum Mensch trotz oder gerade wegen des Scheiterns dieses ersten Anlaufs, den Sozialismus aufzubauen, weiterhin an einer marxistsichen Perspektive festhalten sollte, wenn es ihm ernst ist mit der Überwidnung des Kapitalismus. Was können wir aus der Niederlage der sozialistischen Länder lernen? Und: Kann man denn heute überhaupt noch KommunistIn sein? Holz würde sagen: Ja, jetzt erst recht! Wir wollen diesen Standpunkt und die Argumente, mit denen Holz ihn begründet, gemeinsam diskutieren. Wenn du Interesse hast mitzumachen, schreib uns einfach eine Mail mit dem Betreff „MASCH“ an kontakt@tuebingen.sdaj-bawue.de Wir treffen uns jeden zweiten Donnerstag um 19:00. Den genauen Ort geben wir bei Interesse gerne per Mail bekannt.
Aus dem Vorwort: „Kommunistische Parteien sind heute in der Krise – nicht nur in der BRD. Diese Krise der Parteien ist nicht eine Krise des Marxismus, der seine theoretische Kraft nicht zuletzt darin bewiesen hat, daß mehr und mehr auch die bürgerliche Wissenschaft von Denkmodellen und Einzeleinsichten marxistsicher Forschung Gebrauch macht und sie in sich integriert, ohne allerdings das System im Ganzen und seine weltanschaulichen Konsequenzen zu akzeptieren. Natürlich ist der Marxismus, wie jede Wissenschaft, herausgefordert durch neue Entwicklungen der Wirklichkeit, die es mit Weiterbildung der Theorie zu begreifen gilt […] Die Voraussetzungen eine rnicht bloß pragmatischen, gar opportunistsichen sozialistsichen Politik, die das Ziel der Überwindung des Kapitalismus und des Übergang szur klassenlosen Gesellschaft nicht aus den Augen verliert, ist die ständige Arbeit an der richtigen Theorie der Wirklichkeit, in der wir leben […] Wer aus der Geschichte lernen will, muß über sie nachdenken. Meine begründet vorgetragenen Positionen mögen Widerspruch herausfordern; aber dieser Widerspruch muss sich dann auch mit Gründen stark machen und darf sich nicht durch Impressionen und Emotionen leiten lassen. Im Austausch und Gegeneinander der Argumente wird dann auch die Sache klarer werden. Die Begriffe zu klären ist unerlässlich, um wissen zu können, wofür man kämpfen will.“