Die Bundeswehr am Rekrutieren hindern!

Am 14.07 hat ein Offizier der Bundeswehr in der Agentur für Arbeit in Reutlingen über die Bundeswehr als Arbeitsplatz „informiert“. Darum haben wir uns auf den Weg nach Reutlingen gemacht, um uns der Kriegspropaganda der Bundeswehr entgegenzustellen und mit Jugendlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Vor Beginn des Vortrags haben wir Anti-Kriegsflyer verteilt und vor allem versucht, mit den Jugendlichen über den Charakter der Ausbildung bei der Bundeswehr zu sprechen. Unser Ziel war es, den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass eine Ausbildung bei der Bundeswehr keine gewöhnliche ist: man riskiert sein Leben indem man sich zu Auslandseinsätzen verpflichtet, was nichts anders bedeutet als in den Krieg zu ziehen, im Interesse der Wirtschaftsbosse Deutschlands. Deswegen haben wir uns auch in den Vortrag gesetzt und kritische Fragen gestellt. Der Beamte von der Bundeswehr war – wie nicht anders zu erwarten – ziemlich gut geschult. Er versuchte uns ein recht attraktives Bild der Bundeswehr zu vermitteln. Das haben wir mit harten Fakten verhindert. Es ist kein Wunder, dass die Bundeswehr Millionen Euro in die Werbekampagne und die Schulung dieser Beamten investiert, denn anders wäre es ihnen nicht möglich von der Realität abzulenken, z.B. von der Tatsache, dass man sein Leben gefährdet, andere Länder zerstört für die Profitinteressen der Rüstungsindustrie und der Banken, oder dass die Wahrscheinlichkeit traumatisiert zurückzukehren sehr hoch ist. Wir haben den Vortrag gestört indem wir deutlich gemacht haben: es geht bei der Bundeswehr nicht um Friedenssicherung oder demokratisch freiheitliche Grundrechte, sondern um geostrategische und politische Interessen, die unseren Interessen entgegenstehen. Egal wie viele Millionen sie noch in ihre Werbekampagne investieren, wir lassen uns nicht blenden. Wir sehen die Situation in den Ländern in denen die Bundeswehr aktiv ist: Krieg, Verwüstung und tote Zivilisten. Deshalb ist eswichtig der Bundeswehr keinenPlatz zu geben. Denn auch wenn sie gezielt den Ausbildungsplatzmangel ausnutzen um Jugendliche zu rekrutieren, unsere Kampfansage lautet: Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze! Schließ‘ dich uns an und verhindere gemeinsam mit anderen Jugendlichen, dass die Bundeswehr weiterhin Kanonenfutter für ihre imperialistischen Kriege an Schulen und Berufsmessen sammelt! bw-biz-rt-juli2016_1bw-biz-rt-juli2016_2