Antikriegstag_PlakatAnkündigungstext des Bündnisses (Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen):

“Krieg beginnt hier – Bekämpfen wir ihn hier!” Unter diesem Motto steht die diesjährige Kundgebung zum Antikriegstag in Tübingen. Ausnahmsweise findet die Kundgebung bereits einen Tag vor dem eigentlichen Antikriegstag statt, nämlich am Samstag, 31. August, um 12 Uhr (mit dem letzten Glockenschlag!) auf dem Holzmarkt. Ein breites Bündnis lädt zur Veranstaltung ein, und viele Gruppen präsentieren sich durch Informationsstände.  Am 1. September vor 68 Jahren begann durch den deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg in Europa. Das ist der historische Anlass für den Antikriegstag. Aktuelle Anlässe gibt es leider mehr als genug: Afghanistan, Irak, Syrien, Mali und anderswo – überall sind die westlichen Staaten und die Bundesrepublik beteiligt, mal direkt und mal indirekt. Deutsche Waffen werden nahezu in allen Kriegen eingesetzt. Deshalb lautet eine der Forderungen: “Stoppt die Rüstungsexporte aus Deutschland!”

Die SDAJ wird mit einem Beitrag zum Thema “Bundeswehr raus aus den Schulen!” vertreten sein.

Kopiervorlage (pdf) für unser Flugblatt zur anlaufenden Intervention in Syrien: Syrien_Kopiervorlage.pdf

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Kneipe. Kino. Kommunismus

Jeden 2. Dienstag im Monat // Club Voltaire // Tübingen

Zum ersten (und nicht letzten) Mal eröffnen wir den Roten Tresen  im Club Voltaire! Ein Raum, ein Tresen, viele Ideen: Wer mit uns politische Filme sehen und in offener, angenehmer Atmosphäre über politische Fragen diskutieren möchte, die ihr/ihm unter den Nägeln brennen, oder wer einfach nur in solidarischer Gesellschaft ein Feierabendbier trinken möchte: Alle sind herzlich willkommen!

Nach der Sommerpause (also ab Oktober) wird der Rote Tresen jeden zweiten Dienstag im Monat stattfidnen. Gezeigt werden Dokumentarfilme aus der “Bibliothek des Widerstands“. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und sich auszutauschen.

Di. 9. Juli 2013 // 20:00

Wir zeigen den Film “Scenes from the class struggle in Portugal” über die Ereignisse während und nach der Nelkenrevolution 1974 in Portugal. Danach wird der Tresen geöffnet sein. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen.

(Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.)

Partyflyer_color_smallAm 29. Juni findet im Fichtehaus (Herrenberger Str. 40, Tübingen) eine Kuba-Soliparty statt. Um 20:00 zeigen wir den Dokumentarfilm “Zucker und Salz” – Der Filmemacher Tobias Kriele wird als Gast für Fragen und Diskussion anwesend sein.

Ab 22:00 gibt es Cocktails, Cumbia und Tropical Beats…

Der gesamte Erlös des Abends wird einem Solidaritätsprojekt zugute kommen, das den Austausch zwischen jugendlichen aus Kuba und Deustchland fördern soll.

Solidaridad con Cuba socialista!

AUS DEN GRUPPEN: TÜBINGEN

Zur Erinnerung an den 8. Mai 1945 haben wir gestern Abend in der Altstadt mehrere Kundgebungen abgehalten und Flyer verteilt. Sowohl auf dem Holzmarkt, als auch auf dem Marktplatz und im alten botanischen Garten stieß unsere Aktion bei vielen Jugendlichen auf spontane Zustimmung – auch wenn die üblichen antikommunistischen Anfeindungen einzelner Passanten leider nicht ausblieben…

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Im Folgenden dokumentieren wir den Kundgebungstext, der auch auf den Flyern abgedruckt war:

Wer nicht feiert hat verloren!

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung! Danke! Cпасибо! Thank You! Merci! Gracias!

1933 kamen Hitler und die NSDAP mit Hilfe des deutschen Kapitals an die Macht. Die 12 jährige Terrorherrschaft des Faschismus ist verantwortlich für die bisher größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Einerseits wurde eine bis dahin unvorstellbare Aggression nach außen vom Zaun gebrochen: der Überfall auf die Nachbarländer im Westen wie im Osten, der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und damit die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Andererseits wurde ein beispielloses Gewalt- und Ausrottungsprogramm innerhalb des Deutschen Reiches und in den besetzten Gebieten durchgesetzt: die industrielle Vernichtung der Jüdinnen und Juden, Hunderttausender Sinti und Roma, Homosexueller und Menschen mit Behinderung, die massenhafte Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener sowie die Zerschlagung der Arbeiterbewegung und die fast vollständige Liquidierung jeder politischen Opposition. Bis 1945 hat die Naziherrschaft mindestens 55 Millionen Menschenleben gefordert. Allein 25 Millionen und damit den Großteil dieser Todesopfer hatte die Sowjetunion zu beklagen. Über 6 Millionen Menschen jüdischer Abstammung wurden von den Nazis deportiert, als Zwangsarbeiter versklavt und ermordet. Halb Europa lag nach Kriegsende in Trümmern. Über 30 Millionen Menschen hat der Krieg verstümmelt und entstellt zurückgelassen.

Am 8. Mai 1945 – heute vor genau 68 Jahren – war der Spuk endlich vorbei. Die Eroberung Berlins durch die Rote Armee zwang die Nazis zur bedingungslosen Kapitulation. Aber von „Kapitulation“ sprechen nur jene, für die dieser Tag eine Niederlage war – wir feiern heute den Tag der Befreiung! Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem der Hölle der Folterkeller, der KZs, der Mordanstalten, der Gaskammern und der Krematorien endlich ein Ende gesetzt wurde.

Als junge Kommunist_innen und Antifaschist_innen betrachten wir es als unsere Aufgabe und unsere Pflicht, heute nicht nur an die zahllosen Opfer des Faschismus zu erinnern, sondern auch an jene Menschen, die alles aufs Spiel gesetzt und aktiv für die Befreiung gekämpft haben. Die internationalen Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg, die Kämpfer_innen der Roten Armee und der Alliierten, die Frauen und Männer im Widerstand und in den vielen Partisaneneinheiten überall in Europa – ihnen gelten heute unser Dank und unser Andenken!

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 Aber ist der Spuk wirklich vorbei? „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, warnte Bertolt Brecht 1955 vor der weiterhin drohenden Gefahr des Faschismus. In der BRD dauerte es nach dem Krieg nicht lange bis viele Nazis wieder führende Posten in Politik, Wirtschaft und Verwaltung übernehmen konnten. Viele Täter blieben unbestraft. Gleichzeitig wurden Antifaschist_innen, darunter zahlreiche Kämpfer_innen des kommunistischen Widerstands, bald wieder verfolgt und eingesperrt (KPD-Verbot, Berufsverbote etc.). Heute organisieren sich die Nazis, Rassisten und Nationalisten überall in unserer Umgebung, während der Staat gegen Antifaschist_innen immer härter vorgeht. Rechte Gewalttaten bis hin zu rassistischen Morden auf offener Straße häufen sich. Der Staat knüppelt den Nazis bei ihren Aufmärschen trotzdem regelmäßig gegen unseren Widerstand die Straßen frei. Zwar ist klar, dass wir derzeit nicht in einem faschistischen Staat leben. Dennoch stellen sich einige Fragen, die einen beängstigenden Beigeschmack haben. Wie konnte der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) über mehrere Jahre Menschen ermorden, obwohl staatliche Organe vom Treiben der Gruppe wussten? Wieso wird eine faschistische Partei wie die NPD durch Steuergelder finanziert, obwohl Mitglieder dieser Partei den „NSU“ mit Waffen versorgten?

Für uns steht fest: Die Nazis standen noch nie auf unserer Seite – der Seite der Arbeiterklasse, der arbeitenden und lernenden Jugend – sondern immer auf der Seite des Kapitals. Deshalb gilt für uns damals wie heute:

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

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Ein Beitrag der SDAJ-Gruppe Tübingen:

Da ist nirgends nichts gewesen außer hier…“

In diesen Tagen jährt sich zum 80. Mal der Mössinger Generalstreik gegen die Machtübertragung an Hitler am 31. Januar 1933. Damals hatten sich Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustriebetriebe der schwäbischen Kleinstadt unter Führung der KPD in der Antifaschistischen Aktion zusammengeschlossen und zum Massenstreik gegen die Übertragung der Macht an die Nazis aufgerufen. Leider blieb das entschlossene Vorgehen der organisierten Mössinger Arbeiterschaft einzigartig in Deutschland. Der Streik wurde durch eine aus der nahegelegenen Stadt Reutlingen beorderten Einheit der Bereitschaftspolizei niedergeschlagen und die “Rädelsführer” der Aktion am Folgetag verhaftet. Einige von ihnen verbrachten Jahre hinter Gittern.

Da Kommunist_innen zu den entschiedensten Gegnern des Naziregimes gehörten und zu Tausenden im antifaschistischen Kampf ihr Leben ließen ist das Gedenken an die mutigen Mössinger Streikenden für uns als junge Kommunist_innen ein besonders wichtiges Anliegen. Antifaschismus und Antikapitalismus gehören zusammen, da nur durch die Überwindung des Kapitalismus dem Faschismus der Nährboden entzogen werden kann. Ausgehend von dieser Erkenntnis kämpften kommunistische Parteien und Organisationen frühzeitig und energisch gegen den Faschismus als brutalste Form bürgerlicher Herrschaft.

Der politische Massenstreik ist und bleibt das mächtigste unmittelbare Kampfmittel der Arbeiterklasse – dies galt und gilt auch für den Kampf gegen den Faschismus, den größten Feind der Arbeiterbewegung. Die Mössinger Generalstreikenden sind uns Vorbild. Ihr Kampf gegen Faschismus und Krieg bleibt aktuell, wie auch der Massenstreik heute wieder zum Mittel einer kämpferischen Arbeiterbewegung werden muss.

Unser Gedenken an die Kämpfe von gestern muss den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Das politische Streikrecht erkämpfen!

 

22. Januar 2013, 20:00, Club Voltaire: Veranstaltung mit Bernd-Jürgen Warneken (Kulturwissenschaftler, Tübingen) und Jürgen Jonas (Journalist, Nehren) im Club Voltaire in Tübingen.

Gemeinsam mit der VVN-BdA und den Genoss_innen der Antifa (Aufbau) Tübingen wollen wir über die Generalstreikserfahrung von 1933 und ihre Relevanz für unsere heutigen Kämpfe diskutieren.
Veranstaltungsflyer pdf.

2. Februar 2013 – Demonstration in Mössingen:  Zum 80. Jahrestag des Mössinger Generalstreiks wird es unter dem Motto “Politischer Streik hätte Hitler gestürzt und den Krieg verhindert!” eine Demonstration auf der historischen Route in Mössingen geben. Wir unterstützen als SDAJ das gewerkschaftliche Bündnis und seinen Aufruf – Auf nach Mössingen! Kämpfen für den politischen Massenstreik, damals wie heute!