Kundgebung für den Frieden und gegen das JSEC-Zentrum in Ulm

Ulm

Kundgebung für den Frieden und gegen das JSEC-Zentrum in Ulm

Um ein Zeichen gegen die gefährlichen Entwicklungen der letzten Jahre im Bezug auf den Aufbau eines Ulmer Kommandozentrums für multi- und internationale Kriegsführung im Dienste der NATO zu setzen haben wir gestern, zusammen mit anderen friedliebenden und befreundeten Organisationen und Menschen, eine öffentliche Kundgebung in der Ulmer Innenstadt abgehalten.

Das neue NATO-Kommandozentrum, angesiedelt in der Wilhelmsburgkaserne in Ulm, befindet sich im zügigsten Aufbau.
Dieses Zentrum wird in Zukunft das wichtigste logistische Drehkreuz der NATO in Deutschland für Material- und Truppentransporte Richtung Osten darstellen. Aus Ulm gehandhabt werden sollen zwischenstaatliche Abmachungen innerhalb der NATO-Staaten, Verbesserung der Infrastruktur zu Zwecken des militärischen Transports und die Koordination der Material- und Truppenbewegungen als Ganzes. Dies alles dient der Schaffung von bestmöglichen Bedingungen zur Mobilmachung gegen Russland. Erprobt werden soll das Ganze im Rahmen der Truppentransportübung "Defender 2020". Dabei werden knapp 37.000 US-Truppen und schwerstes Militärgerät durch Europa bewegt. Drehscheibe und Koordinator ist das JSEC-Kommando in Ulm.

Das macht Ulm zu einem taktischen Ziel und setzt das Leben sehr vieler Bürger im Eskalationsfall aufs Spiel!

Am 17.12.1944 gegen 19:43 begann die letzte Zerstörung unserer Stadt, bei welcher über 80% Ulms vernichtet wurden, 700 Menschen starben und 25.000 Menschen obdachlos wurden, da Ulm als Knotenpunkt der Reichsbahn fungierte und die Wehrmacht logistisch stützte. Heute stellen wir unser Schienennetz dem Militärapparat der NATO zur Verfügung.

Lasst uns diesen Fehler nicht wiederholen. Schützen wir uns und unsere Liebsten. Leisten wir Widerstand! Es liegt nicht in unserem Interesse die Spannungen zwischen den Ländern dieser Erde zu verschärfen! Wir wollen in einer friedvollen Welt leben, um in Ruhe und ohne Angst lernen, arbeiten und leben zu können!

Deshalb fordern wir: Völkerfreundschaft statt Säbelrasseln, Frieden statt Krieg, Kooperation statt Konkurrenz und das Hochhalten der Interessen der überwältigen Mehrheit über die einer kleinen, von Krieg und Gewalt profitierenden Minderheit!

#sdajulm