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Wir bitten dies zu entschuldigen.
Für Fragen stehen wir euch weiterhin gerne unter info@sdaj-bawue.de zur Verfügung!

Schule ist nicht nur der Ort, an dem wir eine lange Zeit unseres Lebens verbringen, sondern kann auch der Ort sein, an dem unsere Gesundheit auf`s Spiel gesetzt wird.

Das Gebäude der Zollbergrealschule in Esslingen ist mit PCB, einem krebserregenden und weltweit verbotenen Giftstoff, belastet. Die gemessenen Werte sind katastrophal hoch, teilweise bis zu zehnfach über dem Grenzwert. Es wird darüber geredet, ob die Schule abgerissen werden soll. Schülerinnen und Schüler müssten in entfernte Schulen ausweichen oder in Container ziehen.


Baubürgermeister Wallbrecht wusste bereits seit 2016 über die Probleme, damals wurde die Stadt Esslingen angefragt, Feinstaubsensoren ins Schulgebäude einzubauen. Diese Probleme wurden unter den Tisch gekehrt, Nachfragen wurden ignoriert und mit beleidigenden Anmaßungen abgeblockt. So meinte Wallbrecht zu einem Vater, welcher das Problem erkannt und angesprochen hatte „Sie haben mir erklärt, dass ich das Problem ignoriere. Das hat mich veranlasst, möglichst wenig mit Ihnen zu tun haben zu wollen.“

Die Ergebnisse der Messungen lagen bereits im Dezember 2018 vor. Trotzdem dauerte es vier (!) Monate und einer Menge Druck, bis die Stadt Esslingen reagierte!

Mittlerweile ist bekannt, dass es noch mindestens drei weitere Schulen im Esslinger Stadtgebiet gibt, die auch eine viel zu hohe Belastung an PCB aufweisen.

Baubürgermeister Wallbrecht hat wohl besonders zu Wahlkampfzeiten kein Interesse, zugeben zu wollen, dass die Esslinger Schulen voller giftiger Stoffe sind. Damit gefährdet er die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.

Hier sieht man: Besonders wenn es um Stimmenfang geht, verschweigt man lieber die Probleme. Ob das Krebsrisiko für die Schüler- und Lehrerschaft auf einem wahnsinnig riskanten Level ist, scheint dabei egal zu sein.

Nicht mit uns!

Es ist klar: Ein Wallbrecht und eine Stadt Esslingen werden sich niemals für unsere Interessen einsetzen. Egal ob PCB, Leistungsdruck, beschissene Infrastruktur oder Unterrichtsausfall: Diese Probleme müssen wir selbst lösen, wir müssen für unsere Interessen aufstehen und kämpfen!

Wir als SDAJ kämpfen für die Rechte der lernenden und arbeitenden Jugend. Wir kämpfen für unsere Interessen und sagen klar, was hier alles scheiße läuft, woran das liegt und was wir dagegen tun können!

Wenn du auch klar sagen willst, was Sache ist und Bock hast, für deine Interessen zu kämpfen, schau auf unserem Gruppenabend vorbei!
Dort planen wir, wie wir für unsere Interessen kämpfen und setzen diese Pläne in die Tat um.
Zusätzlich gibt es einmal im Monat das Offene SchüliTreffen.

Für Schulen ohne PCB!

Für saubere Schulhäuser statt Container und lange Wege!

Unsere Zukunft statt deren Profite!

An die Jugend für die Stärkung des Kampfes gegen Kapitalismus und die EU, für ein sozialistisches Europa der Völker!

Als die Kommunistischen Jugendorganisationen Europas, die diese Erklärung anlässlich der kommenden Europawahlen unterzeichnen, adressieren wir an die Jugend unserer Länder, die sieht, dass durch die Politik gegen die Völker der Europäische Union und der Regierungen mit ihrer Politik ihre Leben verschlechtert und ihre Träume zerstört werden. Die EU ist ein Bündnis von Staaten, die dem Großkapital dienen, um großen europäischen Unternehmensgruppen Profite zu sicher und dafür die Rechte der Völker und der Jugend zu vernichten. Das einzige Ziel, das durch die EU und die Regierungen verfolgt wird, ist, die ArbeiterInnen zu opfern, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Märkte, deren Ausweitung und die gemeinsame Währung zu sichern.

Die EU ist von Natur aus gegen die Völker.

Behauptungen, dass die Europäische Union eine Institution für die Völker werden kann, sind falsch. Die EU kann nicht humanisiert werden, sie kann auch nicht in ein Europa der ArbeiterInnen verwandelt werden. Die EU verändert sich für die Völker und die Jugend nur zum Schlechten. Die Parteien, die über die sogenannte Demokratisierung der EU sprechen, verbergen die Tatsache, dass sie in ihren Ländern dieselbe Politik gegen die Völker wie alle Regierungen der EU umgesetzt haben oder noch immer durchführen. Sie tun dies, um die Bedürfnisse des Großkapitals Europas im Wettbewerb mit den Volkswirtschaften der USA, Japans, Chinas, Russlands und Indiens aus kapitalistischen Gründen zu erfüllen.

Die „Freiheit” der EU hat sich als die Freiheit der Unternehmensgruppen erwiesen, ihre Profite dadurch zu maximieren, die Ausbeutung der ArbeiterInnen durch zunehmende Flexibilisierung zu maximieren. Die EU hat die Jugend im Visier, indem sie sie zu einer noch billigeren ArbeiterInnenschaft für große Unternehmen macht, ohne Arbeits-, Versicherungs- oder soziale Rechte, zu einer ArbeiterInnenschaft, die sogar von Land zu Land umherzieht. Die „Mobilität” der EU ist eigentlich die Freiheit der Entrepeneurs die Produktion dorthin zu verlagern, wo die ArbeiterInnenschaft billiger ist und die Profitabilität steigt, dabei lassen sie ein Heer von Arbeitslosen zurück. Gleichzeitig versucht die EU durch die „Mobilität” die Illusion in den Völkern zu pflegen, dass die EU ihr „gemeinsames Zuhause” sei, das „Beschäftigungschancen” für jedeN biete. Dabei wird verheimlicht, dass es ein Wandern von Land zu Land, von Profession zu Profession ist, und lediglich dem Maßstab des Profits der Unternehmensgruppen folgt. Eine gemeinsame Heimat der jungen arbeitenden Volksmassen und der Unternehmensgruppen kann es nicht geben!

Die EU schreitet in der Abschaffung des öffentlichen Charakters von Universitäten schnell voran, hierfür implementiert sie Studiengebühren, macht Studierende zu SchuldnerInnen durch Kredite und verstärkt den Einfluss von privaten Unternehmen auf Bildung. Sie nutzt berufliche Grundausbildungen, um noch billigere Arbeitskräfte zu schaffen, um Löhne auf ein Minimum zu drücken. Sie schafft „Europäische Solidaritätskorps” als Mechanismus für die Integration und Partizipation der Jugend als sehr billige Arbeitskraft, wenn nicht sogar als Freiwillige und legitimiert so auf verschiedenen Wegen unbezahlte Arbeit.

Die EU ist eine große Gefahr für die Jugend und die Völker

Die Ungleichheit und die imperialistischen Interventionen sind seit ihrer Gründung als zwischenstaatliche, imperialistische Allianz in die DNA der EU eingeschrieben. Unter dem falschen Banner des „Exportes von Demokratie und den Werten der Europäischen Union” dirigiert die EU imperialistische Interventionen gemeinsam mit der NATO. Sie schätzt die NATO als einen Grundpfeiler der europäischen Sicherheit ein und bringt die europäischen Völker in Gefahr, indem sie die aggressive Strategie der NATO, die Umzingelung Russlands, unterstützt. Auf Kosten der Völker investieren die Mitgliedsstaaten dem Vertrag von Lissabon und dem NATO-Ziel folgend massiv in Aufrüstung, mit Rüstungsausgaben in Höhe von 2% des jeweiligen Staatsbudgets, hierdurch werden die Kriege von morgen vorbereitet. Gleichzeitig ergreift die EU Maßnahmen für unabhängige Aktivitäten, um die Aggression und Militarisierung voranzutreiben, schnelle Eingreiftruppen für Kriegseinsätze, wie PESCO, werden gebildet. In europäischen Gewässern ertrinken bereits Flüchtlinge, deren Heimatländer bombardiert werden, während die Mehrheit der Überlebenden, die nicht auf dem Arbeitsmarkt verwertbar sind, in Hotspots gestapelt werden.

Die EU und die Regierungen verstärken die Repressionen gegen die ArbeiterInnen- und Volksbewegungen, sie intensivieren die Überwachung im Namen der Bekämpfung von „Terrorismus und Radikalisierung“. Diese antikommunistische Union des Kapitals kriminalisiert kommunistische Parteien, ihre Jugendorganisationen und deren Symbole, während sie Regierungen unterstützen, die mit Hilfe faschistischer Kräfte sich durchsetzen, wie beispielsweise in der Ukraine. Die historisch nicht fundierte Gleichstellung von Faschismus und Kommunismus ist offizielle Politik. So versuchen sie auch die Bedeutung des 9. Mai, den Tag des großen antifaschistischen Sieges der Völker gegen die Nazibestie, umzudeuten, indem er in „Europatag” umbenannt wird.

Die EU ist ein eingeschworener Feind des Kampfes um die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, denn das würde auch das Ende der Rauballianz des Kapitals bedeuten.

Das Europa der Arbeitslosigkeit, das Europa, das die Rechte und Freiheiten der Menschen abschafft, das für die Profite einer Hand voll Ausbeutern steht, muss ein Ende finden. Der Weg zur Befriedigung der gegenwärtigen Bedürfnisse der Jugend und der Menschen muss gebahnt werden. Wir KommunistInnen rufen die die Jugend der arbeitenden Volksmassen dazu auf, sich in diesem großartigen Kampf mit uns zusammen zu tun.

Für ein Europa der Völker und nicht der Kapitalisten

In den vergangenen Jahren wurden wichtige Erfahrungen gemacht, unglücklicherweise mit tragischen Auswirkungen für die Interessen der Völker. Die volksfeindliche Politik kann nicht gestürzt werden, wenn die Massen als Zuschauer am Rand stehen, sondern nur im Kampf in den Reihen der KommunistInnen, die konstant für die Rechte, für öffentliche und freie Bildung, Gesundheitsvor- und Fürsorge, für das Recht auf Sport, Kultur, freie und kreative Zeit, und am Bruch mit dem Kapitalismus arbeiten. Im Kampf gegen imperialistische Kriege, Interventionen und für das Recht der Völker selbst über den Entwicklungsweg zu entscheiden. Nur dieser Kampf kann den Nationalismus besiegen, welcher so lange das Kapital dominiert, Erfolge Aufgrund der Enttäuschung über die verschiedenen Szenarien des Managements dieses faulen Systems hat.

Die Jugend muss jenen Parteien der sogenannten „EU-Skepsis“ den Rücken kehren, die nicht gegen die ungerechte und ausbeuterische kapitalistische Wirtschaft und Gesellschaft kämpfen, weshalb es Bündnisse wie die EU überhaupt gibt. Es muss eine kämpferische Antwort auf die rassistischen und faschistischen Kräfte geben, die vom System als „Wachhunde“ gegen die ArbeiterInnenbewegung eingesetzt werden.

Wie rufen die Jugend dazu auf, die Aktionen der kommunistischen und ArbeiterInnenparteien in Europa, die gegen die EU kämpfen, mit Blick auf die EU-Wahlen im Mai, wie auch alle politischen Auseinandersetzungen, die vor uns liegen, für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, für den Sozialismus zu unterstützen.

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“, schworen sich die befreiten Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald am 19. April 1945.

Deutschland wurde wenige Wochen später, am 8. Mai 1945, durch den Vormarsch der Roten Armee auf Berlin vom faschistischen Terror befreit. Seitdem wird offiziell alles, was mit Faschismus und Rassismus zu tun hat, geächtet. Dennoch stellen sich eine Menge Fragen, die die Aktualität des Schwurs von Buchenwald aufzeigen: Wie konnte der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) zehn Jahre lang Menschen ermorden? Wieso wird eine rassistische Partei wie die AFD durch Steuergelder finanziert? Wieso wird die Versammlungsfreiheit von Faschisten mit brutaler Gewalt durchgesetzt, während antifaschistischer Protest kriminalisiert wird? Wieso brennen Flüchtlingsunterkünfte und nehmen die direkten Angriffe auf MigrantInnen und Linke zu? Es waren Nazis, die seit 1990 knapp 200 Menschen umgebracht haben.

Der Neofaschismus („neo, lateinisch für „neu“) war und ist eine Erscheinung in allen kapitalistischen Staaten. Zwar nennen sich nur die wenigsten der aktuell aktiven Rechtsaußengruppen „Nationalsozialisten“, doch wie ihre historischen Vorläufer zeichnen auch sie sich durch eine besondere Mischung von sozialer Demagogie, also dem vorgaukeln von angeblich antikapitalistischen Losungen mit rassistischen Inhalt, und gleichzeitig terroristischer Gewalt gegen demokratische Kräfte aus.

Mit Sprüchen wie „Arbeit zuerst für Deutsche“ versucht sie die Arbeiterklasse zu spalten. Obwohl sie sich als soziale Opposition darstellen, stärken sie in Wahrheit die Herrschaft des Monopolkapitals. Denn Neonazi-Angriffe auf MigrantInnen, GewerkschafterInnen, AntifaschistInnen, sowie KommunistInnen sind das Ergebnis dieser Hetze. Die Köpfe der einen werden eingeschlagen, die Köpfe der anderen mit Rassismus und reaktionären Erklärungsangeboten vernebelt – in beiden Fällen stellen sich die Neofaschisten mit ihrem Handeln gegen die Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend.

Gefahren für erkämpfte demokratische und soziale Errungenschaften gehen allerdings nicht nur von diesem Spektrum aus: Im Interesse der Banken und Konzerne wird Arbeitsrecht, wie der Kündigungsschutz, abgebaut und immer prekärere Arbeitsbedingungen eingeführt. Für Soziales und Gesundheit ist offenbar nie genug Geld da. Zahlreiche Bundesländer verschärfen ihre Polizeigesetze. Den Parteien der sogenannten bürgerlichen Mitte, die diese Politik vorantreiben, dient die AfD dabei als Stichwortgeber. Diese „Rechtspopulisten“ stehen für einen Polizeistaat und eine radikale Variante des Neoliberalismus. Verkörpert wird dieses Angebot zum Beispiel durch die AfD, die eine Brücke zwischen verschiedenen Rechtskräften bildet. Überlegungen von AfD-Politikern hinsichtlich einer möglichen Aberkennung des Wahlrechts für sozial Schwache oder ihre gewerkschaftsfeindlichen Positionen zeigen, wohin die Reise politisch gehen soll. Vertreter von Banken und Konzernen, wie der Bundesverband der Deutschen Industrie oder andere Unternehmerkreise, unterstützen die Rechten offen. Dadurch wird deutlich, dass die aggressivsten Teile der Herrschenden die Krise lösen wollen indem sie unsere Grundrechte abbauen und uns z.B. mit Hilfe von Rassismus gegeneinander ausspielen.

Unsere Losung ist noch immer dieselbe wie die der Häftlinge von Buchenwald. Wir dürfen uns nicht spalten lassen und müssen den Lügen der Rassisten und Faschisten entschlossen entgegentreten!

SDAJ Ulm gegründet!

Gepostet am April 2019 Ulm

Wir sind Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende, junge Arbeiterinnen und Arbeiter und organisieren uns in der SDAJ, der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend.

Wir als lernende und arbeitende Jugend haben gemeinsame Interessen, für welche wir gemeinsam kämpfen wollen.

Gegen Armut.
Gegen Krieg.
Gegen Faschismus.

Für eine Welt in der kein Kind mehr in Armut aufwachsen muss.
Für eine Welt in der jede und jeder die gleichen Chancen hat.
Für die Abschaffung des Kapitalismus.
Für eine sozialistische Gesellschaft in der unter Beachtung der natürlichen Ressourcen unsere Interessen zählen und nicht die der Banken und Konzerne.
Für diese Welt wollen wir gemeinsam kämpfen, in den Schulen, in den Betrieben und in den Universitäten und natürlich auch auf der Straße!

Deshalb haben wir uns im März 2019 zusammengetan, um uns in der SDAJ zu organisieren.

40%

Gepostet am April 2019 AG Schüli Baden-Württemberg Stuttgart

Jeder vierte von zehn Schülern gab an, unter Überforderung und Leistungsdruck zu leiden. Psychische Erkrankungen, wie das sogenannte Burnoutsyndrom, das man unter Arbeitgebern oft belächelt, findet sich auch vermehrt in Kinderzimmern und Klassenräumen wieder. Schule macht krank. Die Ursachen dafür finden wir in unserem Schulsystem: Reformen, wie die auf 2 Jahre gekürzte Oberstufe (G8), schlecht ausgebildete Lehrer auf zu viele SchülerInnen, Bildungsunterfinanzierung, Lernstoff und Hausaufgaben, die kaum oder gar nicht zu bewältigen sind.

Das dürfte jede/r SchülerIn kennen, dem kaum noch Zeit für Freunde und Freizeit bleibt.Hinzu kommt die wachsende Selektion von SchülerInnen, die zu Ausgrenzung und hoher Konkurrenz unter den Jugendlichen führt und auch hier, wie in der Arbeitswelt, herrscht wachsende Zukunftsangst. Doch noch immer wird das Ausfallen von ArbeiterInnen und SchülerInnen durch Leistungsdruck als subjektive Beschwerde belächelt. Wir erkennen jedoch das System und die Strukturen hinter der kapitalistischen Ökonomie, die zu dieser Überlastung und Entfremdung führt.
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Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position@sdaj.org

Warum gibt es immer weniger Geld für Schwimmbäder, Schulen und Kitas? Wo ist das ganze Geld hin? Und vor allem: Wie holen wir es uns wieder zurück? Mit diesem Video begleiten wir unsere aktuelle Kampagne, mit der wir in Schule, Uni und Betrieb Widerstand organisieren wollen!

Viele kennen und haben es, alle finden es scheiße: Ranzige Schulgebäude. Unsere Schule in Esslingen bei Stuttgart ist in einem Gebäude untergebracht, dass überall bröckelt, über zu wenige Klassenzimmer verfüg t und oft mehr an eine Baustelle, als an eine Schule erinnert. Seit Anfang diese Schuljahres gibt es einen Neubau für die höheren Klassenstufen, der zu Beginn des Schuljahres noch nicht fertiggestellt war. Dementsprechend liegen etwa noch Kabel frei oder sind nur leicht befestigt, Wände sind nur teilweise gestrichen und andauernd platzen Handwerker in den Unterricht, um etwas im Raum fertigzustellen. Das verwendete Material besteht aus billigen Rigips oder Gummiestrich, die schnell ermüden und so kommt es oft vor, dass man nur mit dem Fuß an einer Ecke hängenbleiben muss, um eine Macke in der Wand zu hinterlassen. Die Böden sind bereits nach 20 Wochen total zerkratzt. Risse in den Wänden werden zwar andauernd überstrichen, tauchen aber auch zwei Tage später deutlich größer wieder auf. In einem Klassenzimmer ist der Wandbereich über der Tür mit so einem tiefen Riss versehen, dass diese Wand bald auseinanderbricht. Der Flur ist voller Schmutz und Macken. Einigen empfindlichen Nasen ist es möglich, durch die dünnen Wände zu riechen. Kurz um: Alles fällt auseinander oder ist bereits in einem modrigen Zustand. Die Schulleitung kam auf die Idee, einen „Vertrag“ aufzusetzen, der uns SchülerInnen dazu zwingen sollte, Schäden in unserer Freizeit selbst renovieren zu müssen. Unser Konrektor drängte uns dazu „freiwillig“ zu unterschreiben. Strafen seien keine Strafen, sondern nur „Konsequenzen“. Alter Wein in neuen Schläuchen. Alle dafür kollektiv zu bestrafen und die schon knappe Freizeit noch mehr einzuschränken geht gar nicht. Deshalb haben wir zusammen mit der SDAJ Stuttgart das „Offenen Schüli-Treffen Stuttgart und Region“ ins Leben gerufen und eine Plakataktion gegen diesen Vertrag organisiert. Wir haben uns damit beschäftigt, dass das Geld lieber in die Rüstung als in unsere Schulen fließt und darüber auf Plakaten informiert. Auch haben wir an unsere MitschülerInnen 500 Flyer mit dem Text zum Vertrag verteilt.In der Mittagspause am Aktionstag patrouillierten sogar Lehrkräfte durch die Gänge und rissen die Plakate ab. Da sie den Schuldigen nicht gefunden hatten, wurde Druck auf die Klassen ausgeübt, um die „Übeltäter“ zu denunzieren. Das alles ist auf die Schulleitung zurückzuführen, die panisch versucht, dass nichts schlechtes über unsere Schule zu Außenstehenden (vor allem nicht zu Zeitungen) durchdringt. Besonders, da wir die erste Gemeinschaftsschule unserer Stadt sind.Letzten Endes ist es der Schulleitung nicht gelungen, uns zu denunzieren.Unser Konrektor hat den Vertrag zurückgezogen und somit haben wir es gemeinsam geschafft den Vertrag zu verhindern, was uns zeigte: Wenn wir uns zusammenschließen und für unsere Interessen kämpfen, können wir etwas bewegen! Unsere Forderung bleibt: Rauf mit der Bildung, runter mit der Rüstung!

Paul, Stuttgart

Dieser Artikel ist auch in der POSITION #01/19 , dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position@sdaj.org

Am Samstag, den 09. März fand im Waldheim Gaisburg die jährliche Veranstaltung der SDAJ und DKP zum Frauenkampftag mit rund 50 BesucherInnen statt. Schwerpunkt waren die Protestaktionen der Beschäftigten im Gesundheitswesen, sowie die Errungenschaften des kubanischen Gesundheitssystems insbesondere für Frauen, worüber die 1. Sekretärin der kubanischen Botschaft Ivet Lopez berichtete. Anschließend gab es Musik und eine Hommage an Rosa Luxemburg.

Vortrag über das kubanische Gesundheitssystem von Ivet Lopez (1. Sekretärin der kubanischen Botschaft)

Am 13.03. Um 18 Uhr im „Ewwe longt’s “ Kobellstraße 20, Neckarstadt Ost

Steigende Mieten und Obdachlosigkeit bei gleichzeitigem Leerstand und Sanierung von Wohnungen zu Luxusbauten – Phänomene, die allerorts das Stadtbild prägen. Doch warum und in wessen Interesse geschieht das? Was ist Gentrifizierung? Und gibt es Möglichkeiten, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen?
Über diese Fragen, die uns alle betreffen, möchten wir uns gemeinsam mit euch Gedanken machen. Mit dabei ist auch ein Aktivist des Bündnisses „Fairmieten“