sdaj-lehranfangszeitung2014_coverDiese Woche gehen in Baden-Württemberg die Sommerferien zu Ende. Überall im Bundesland öffnen nicht nur die allgemeinbildenden Schulen, sondern auch die Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe wieder ihre Tore. Für Tausende Jugendliche, die dieses Jahr eine Ausbildung beginnen, bricht damit ein neuer Lebensabschnitt an: Zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, was es heißt, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen in einem Betrieb zu arbeiten, Vorgesetzte und einen Chef zu haben. Zum ersten Mal eigenes Geld verdienen (auch wenn es meist nicht für ein eigenständiges Leben reicht) und erste Erfahrungen mit Überstunden, ausbildungsfremden Tätigkeiten und anderen Schikanen sammeln. Kurz gesagt: Kapitalismus live und in Farbe.

Die SDAJ steht diese Woche mit ihrer alljährlich erscheinenden Lehranfangszeitung vor zahlreichen Berufsschulen und Betrieben in Deutschland, um den frisch gebackenen Azubis Infos mit auf den Weg zu geben, die in keinem Lehrplan stehen, nämlich das es sich lohnt, sich für seine Interessen einzusetzen, sich in der Gewerkschaft zu organisieren und den Banken und Konzernen gemeinsam Paroli zu bieten! Unsere Zukunft statt ihre Profite!

Unsere Lehranfangszeitung gibt es hier zum Download: SDAJ Lehranfangszeitung 2014

 

sdaj_header-KopieAusbildung und Arbeit sind oft kein Zuckerschlecken. Das beginnt bei der oft langen, und in manchen Fällen auch vergeblichen Suche nach einem Ausbildungsplatz, geht über fehlende Praxisanleitung, Schulgebühren, Überstunden, geringe Vergütung und schlechte Ausbildungsqualität und endet bei einer nur befristeten oder gar keiner Übernahme. Aber muss das so sein? Und wenn nicht, wieso sind dann Berichte über ausbildungsfremde Tätigkeiten, hohe Ausbildungsabbrecherquoten und Auszubildende, die ihr geringes Einkommen mit Hartz 4 aufstocken müssen, inzwischen eher die Regel als die Ausnahme? Wer profitiert von derartigen Zuständen und was lässt sich dagegen tun? Weshalb ist es auch für Kolleginnen und Kollegen im Metallbereich wichtig, was die angehende Friseurin oder der Bäckerazubi verdienen und zu welchen Bedingungen sie arbeiten? Wo liegen die Perspektiven und Grenzen von Gewerkschaftskämpfen im Kapitalismus? Diesen Fragen wollen wir auf unserem Jugendkongress zur Ausbildungssituation und für ein allgemeines Ausbildungsgesetz gemeinsam anhand von verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden auf den Grund gehen.

Wann? Sonntag, 28.09.2014 10 – 15 Uhr

Wo? Bürgerzentrum Köln Ehrenfeld

Kosten? 10€ (Soli), 5€ (ermäßigt)

Weitere Infos zum Jugendkongress: http://jugendkongress2014.de/

DDR-Broschüre_cover-212x300Mauer, Stasi, alles grau – so sollen wir die DDR sehen. Zum 25. Jahrestag des „Mauerfalls“ am 9. November werden wir wieder einmal erklärt bekommen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, dass Freiheit und Sozialismus einander ausschließen, dass es keine Alternative zu parlamentarischer Scheindemokratie und angeblich sozialer Marktwirtschaft gibt. Mit der Broschüre „Ein anderes Deutschland war möglich. Wir, die DDR und eine Zukunft ohne Kapitalismus“ stellt die SDAJ ihre Sicht auf die DDR dar. In vier Abschnitten fragt die Broschüre: Was ist an der herrschenden Meinung dran, welche Interessen stehen dahinter? Was bedeutet der Sozialismus für den einzelnen, wieso war der Weg vom Arbeiterjugendlichen über eine gute Ausbildung in eine verantwortliche Position so typisch für den anderen deutschen Staat? Wer hat durch das Ende der DDR etwas gewonnen, wer hat verloren, was waren Gründe für das Scheitern der DDR? Und: Ist das Ende der DDR auch der Untergang des Sozialismus? Die Broschüre lässt junge Menschen aus dem Osten und solche, die die DDR mit gestaltet haben, zu Wort kommen, sie stellt die Entwicklung der DDR in ihren historischen Zusammenhang und ergänzt dies durch kurze Beiträge zur marxistischen Theorie. Für die SDAJ zeigen die Erfahrungen der DDR: Trotz aller Fehler und Schwächen ist der Sozialismus das Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Wie wir die DDR zu sehen haben, wollen wir uns nicht von Joachim Gauck und der Bild-Zeitung vorschreiben lassen.

Ein anderes Deutschland war möglich. Wir, die DDR und eine Zukunft ohne Kapitalismus“, 36 Seiten, 1,- Euro, erhältlich bei der SDAJ-Gruppe in deiner Stadt oder im jW-Shop. Check jungewelt.de