1 Mai front_smallAKTIVITÄTEN ZUM 1.MAI IN TÜBINGEN:

Unter dem Motto “Unsere Antwort auf die Krise: Aufstehen und Kämpfen – Klasse gegen Klasse!” wird es einen revolutionären Jugendblock auf der traditionellen DGB Demo geben. Im Anschluss an die Demo wird am Haagtor-Platz (direkt an der Ammer) ein kleines internationalistisches Straßenfest stattfinden, zu dem alle jungen Menschen herzlich eingeladen sind.

DGB-Demo: 10:30, Europaplatz (Omnibusbahnhof)

Internationalistisches Straßenfest: ab 12:00 am Haagtorplatz an der Ammer

AKTIVITÄTEN ZUM 1.MAI IN FREIBURG:

Sonn­tag, 21.April | ab 10 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Gro­ßer Bastel/Bautag für den Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block

Sonn­tag, 21.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Film­vor­füh­rung und Vokü: The Navi­ga­tors [Regie: Ken Loach — 2001]

Frei­tag, 26.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Solikneipe, Vokü, Unter­hal­tungs­pro­gramm und Specials

Sonn­tag, 28.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum ¡adelante! Frei­burg | Glü­mer­straße 2
Film­vor­füh­rung und Vokü: “The Take – Die Über­nahme” [Regie: Naomi Klein/Avi Lewis – 2004]

Mitt­woch, 1.Mai | 11 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz

Gewerk­schafts­demo in Frei­burg mit Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schem Block

Unser diesjähriger Aufruf zur Maidemo:

Heraus zum 1. Mai!

Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterklasse. Gründe, auf die Straße zu gehen, gibt es für uns auch heute noch viele. Millionen Lohnabhängige in der Bundesrepublik befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in Mini-Jobs oder müssen von „Hartz 4“ leben. Die Ausweitung von Leiharbeit und Werkverträgen zwingen viele Tausende Jugendliche in besonders krasse Formen von Ausbeutung.

Die Krise und der Klassenkampf von oben

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise seit 2007/08 haben sich die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen von vielen Millionen Menschen weiter verschlechtert. Die Krisenlasten werden auf die arbeitende Bevölkerung, die Arbeitslosen, uns Jugendliche und die Rentner_innen abgewälzt. Nachdem die Staaten große Banken „gerettet“ haben und sich die öffentlichen Schulden dadurch massiv erhöhten, muss nun angeblich „gespart“ werden. Deutschland zwingt an führender Stelle ganz Europa, insbesondere aber den südeuropäischen Ländern, eine „Spar“-Politik auf, die verheerende Auswirkungen auf große Teile der Bevölkerung haben. In Griechenland z.B. werden deshalb nicht nur immer mehr Familien obdachlos, mittlerweile leiden dort sogar viele Menschen an Hunger!

Mit der europaweiten Durchsetzung von „Reformen“ im Sinne der „Agenda 2010“ wird ein folgenreicher Kreislauf in Gang gesetzt. Denn schon jetzt ist absehbar, dass es in Zukunft auch in der Bundesrepublik wieder heißen wird, dass erneuter Sozialabbau und sinkende Reallöhne notwendig seien, damit Deutschland weiterhin „wettbewerbsfähig“ bleibt. Selbst die letzten Reste an sozialer Absicherung müssen von uns also immer wieder neu verteidigt werden, denn sicher ist in diesem System nur eines: die Profite der Banken und Konzerne!

Den Kampf gegen die Herrschenden organisieren!

Vor einigen Jahren hat der US-amerikanische Milliardär Warren Buffett gesagt: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“ Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass das Kapital und seine politischen VertreterInnen einen offensiven Klassenkampf gegen die Arbeiterklasse führen. Während den KapitalistInnen dies offensichtlich sehr bewusst ist, ist es vielen Lohnabhängigen wohl leider noch nicht so klar. Und auch in den Gewerkschaften gibt es viele, die einen „sozialpartnerschaftlichen“, wenig kämpferischen Kurs vertreten. Trotzdem bleiben die Gewerkschaften die wichtigste Kampforganisation der Arbeiterklasse, weshalb wir uns in ihnen organisieren müssen, um uns kollektiv für unsere Interessen einsetzen zu können.

Sorgen wir also dafür, dass der Klassenkampf wieder entschlossen von der Arbeiterklasse und ihren Verbündeten gegen die Angriffe der herrschenden Klasse geführt wird!

Für einen kämpferischen, revolutionären 1. Mai 2013!

Das Problem heißt Kapitalismus!

Klassenkampf statt „Sozialpartnerschaft“!

Am 23. April 2013 trafen sich einige werktätige und lernende Jugendliche zur Gründung der Sozialistischen Deutsche Arbeiterjugend im Zollernalbkreis. Dem ging eine kontinuierliche politische Arbeit und Vorbereitung des Gründungsprozesses, beginnend im Oktober 2012 voraus.
Nun wollen wir uns auch auf der Schwäbischen Alb gegen die Misstände dieses menschenverachtende Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, des Kapitalismus, wehren und die einzige Alternative erkämpfen, die der Jugend eine Perspektive bietet – den Sozialismus.

Zollernalb

Wir kämpfen gegen das ungerechte Bildungssystem, das die Jugend nur nach ihrer Verwertbarkeit für die Profite der Kapitalisten sortiert, in dem menschliche Werte und Solidarität längst über Bord geworfen sind und Verblödung zur täglichen Praxis erhoben wird. Entschieden treten wir für eine gerechte Verteilung der Arbeit und der daraus entstehenden Waren und Dienstleistungen ein. Es ist genügend Arbeit und Ausbildung für alle da, nur nicht in diesem System. Wir lehnen imperialistische Kriege aus Prinzip ab und fordern stattdessen Frieden, und Völkerfreundschaft. Wir sind der Meinung, dass Faschismus ein Verbrechen ist und kämpfen aktiv gegen alle Nazis und deren Strukturen. Einer derart menschenfeindlichen Ideologie muss konsequent der Boden entzogen werden. Wir treten für eine kritische Sicht auf Geschichte, Mensch und Gesellschaft auf der wissenschaftlichen Grundlage des Marxismus-Leninismus ein. Wir suchen, ausgehend von unserem proletarischen Klassenstandpunkt und der dialektischen Betrachtungsweise, die Diskussion mit den Jugendlichen über Leistungen und Versäumnisse des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik, sowie allen anderen historischen Versuchen, eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Aber vor allem wissen wir: All das kann nur Realität werden, wenn wir uns vereint organisieren, für unsere Interessen und damit für eine sozialistische Zukunft kämpfen.

Die Gruppe Zollernalb trifft sich regelmäßig und veranstaltet daneben auch Verteilaktionen, organisiert Film- und Musikveranstaltungen und organisiert Fahrten zu größeren Demosund Kundgebungen. Falls du uns kennenlernen möchtest und an unserer Arbeit interessiert bist, schreib uns einfach.
Zu erreichen sind wir immer unter: kontakt@zollernalb.sdaj-bawue.de

In diesem Sinne,

Aktiv werden – Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte!
Unsere Zukunft muss sozialistisch sein!

SDAJ-Gruppe Zollernalb

cropped-finalWenn man mal von mehreren Millionen Arbeitslosen und Zehntausenden Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz absieht, geht es uns doch super!
Abgesehen von den dauernden Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Abgesehen von der Rotstiftpolitik an der Schule, von überfüllten Klassen, LehrerInnenmangel und veraltetem Unterrichtsmaterial. Abgesehen davon, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer. Abgesehen von prügelnden Polizisten und den großeren Ohren und Augen des „Verfassungsschutzes“. Abgesehen von den paar Dutzend Opfern des Naziterrors in jedem Jahr. Abgesehen von Hochrüstung und deutschem Angriffskrieg.
Abgesehen von so ziemlich allem, auf was es eigentlich ankommt.

Wenn du es satt hast, weg zu sehen und nichts gegen die zunehmende Ungerechtigkeit in diesem System zu tun, dann bist du herzlich Willkommen auf dem Südcamp der SDAJ!
Vier Tage lang werden wir diskutieren, feiern und Spaß haben, egal wo du herkommst!

Das Programm des Südcamps, alle Infos zur Anmeldung und Anreise findest du hier: www.suedcamp.de

Für eine gemeinsame Anreise aus Baden-Württemberg, melde dich per e-mail bei uns und wir versuchen Kontakt zu SDAJler_innen in deiner Nähe herzustellen:  info@sdaj-bawue.de

Gepostet am 9. April 2013 Antifaschismus

nsuInfobroschüre der SDAJ München zum sogenannten NSU als Teil des faschistischen Terrors

Broschüre als pdf herunterladen

Vorwort

Die vorliegende Broschüre wurde in den letzten Wochen kollektiv von den Mitgliedern der SDAJ München erarbeitet. Anlässlich des anstehenden NSU-Prozesses in München sehen wir die Notwendigkeit an der Aufklärung der Hintergründe mitzuwirken. In unseren Augen, ist der NSU keine Form des individuellen Terrors, sondern steht in einer braunen Tradition reaktionärer Terrorgruppen mit staatlicher Förderung. Der NSU war nicht nur durch Fremdenfeindlichkeit motiviert, auch gegen fortschrittliche Organisationen richtete sich sein Terror. Die bekanntgewordenen Namens- und Ortslisten weiterer geplanter Anschläge bezeugen das. Auch wurden einige der „Bekenner-DVDs“ des NSU nicht nur bei Zeitungsredaktionen abgegeben, sondern auch bei linken Organisationen, z.B. der SDAJ Gruppe Nürnberg-Fürth. Der NSU hat mit seinen Taten Angst verbreitet und wollte progressive Kräfte einschüchtern.

Die Verstrickungen des Staatsapparates sind in diesem Zusammenhang erklärbar, die Aussichten des kommenden Prozesses auf echte Aufklärung damit leider auch kalkulierbar. Die Deutsche Geschichte mahnt uns vor dem Faschismus. Millionen Menschen mussten am eigenen Leibe spüren, wozu die faschistische Politik fähig ist. FaschistInnen waren und sind nicht einfach ungebildete, gewaltbereite Verbrecher. Sie waren und sind Handlanger des Großkapitals, der Banken und Industriekonzerne. Die Jahre 1933-45 mahnen uns, dass das Kapitalinteresse im Notfall von den Herrschenden auch ohne bürgerliche Demokratie durchgesetzt wird, in der „offenen, terroristischen Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“ (Dimitroff auf dem 7. Weltkongress der Kommunistischen Internationale).

Nach der Niederschlagung der Münchner Räterepublik 1919 begann Adolf Hitler in seinen frühen Jahren als geheimer Informant (also V-Mann) der Bayerischen Reichswehr. Dass V-Leute des Geheimdienstes nicht Informationen über FaschistInnen sammeln, sondern faschistische Organisationen steuern und dabei vom Staat bezahlt werden, scheint sich für die Herrschenden über die Jahrzehnte bewährt zu haben. Über die Zusammenhänge von faschistischen Terror und dessen Funktionen und Auswirkungen will die folgende Broschüre informieren.

SDAJ München, April 2013.